#64 KI auf der Nase - Sind Smart Glasses der nächste große Gamechanger(?) | mit Sabrina Göttlinger
Mit Sabrina Göttlinger - wir bericht warum Smatglasses unseren Alltag komplett verändern könnten.
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Kernaussagen
- Daniel Rohregger beschreibt, dass Smart Glasses von reinen Kamerabrillen zu einem täglichen Begleiter wurden, weil man KI per Sprache nutzen kann, ohne das Handy zücken zu müssen.
- Sabrina Göttlinger meint, dass man für eine Smart-Glasses-Brille einen guten Anwendungsfall braucht; ihr eigener ist das freihändige Aufnehmen von Videos beim Fliegen, was nach ihrer Erfahrung gut funktioniert.
- Sabrina Göttlinger berichtet, dass sie mit ihrer Brille eine Live-Übersetzung nutzen kann: Sie stellt ein, dass ihr Gegenüber Französisch spricht, und bekommt die deutsche Übersetzung.
- Daniel Rohregger ordnet ein, dass Meta nach eigener Aussage Inhalte grundsätzlich auf dem Gerät lässt, solange sie nicht aktiv geteilt oder für Cloud- und KI-Funktionen verarbeitet werden, und dass nicht öffentlich belegt ist, dass jede Aufnahme pauschal von Menschen angesehen wird.
- Daniel Rohregger hält die Brille aktuell für einen enormen Helfer im Alltag, etwa im Urlaub, sieht sie für sich aber noch nicht als täglichen Begleiter (Daily Driver).
Aus dem Transkript zusammengefasst, Stand der Folge vom 7. April 2026.
Shownotes
Darüber sprechen wir
In dieser Folge von 365 Checkpoint nerden wir uns mit Sabrina Göttlinger, Cloud Solution Architektin bei Microsoft, einmal richtig ins Thema Smart Glasses und digitales Leben rein. Statt Teams & Copilot stehen Ray-Ban Meta, Apple Vision Pro, Metaverse und die Frage im Fokus: Sind KI-Brillen nur ein Lifestyle-Gadget oder schon ein echter Gamechanger für unseren Alltag?
Zur Sabrina Göttlinger: https://www.linkedin.com/in/sabrinagoettlinger/
Zu Daniel Rohregger: https://www.linkedin.com/in/drohregger/
Wir sprechen darüber,
wie sich der Hype vom Metaverse hin zu Künstlicher Intelligenz verschoben hat,
wie Sabrina ihre Ray-Ban Meta beim Fliegen, Reisen und im Alltag nutzt,
welche Rolle Übersetzung, Inklusion und Live-Transkripte spielen,
was Akkulaufzeit, Datenschutz und das geschlossene Meta-Ökosystem praktisch bedeuten
und welche Smart-Glasses-Features wir uns von Microsoft & Co. noch wünschen.
Kapitelübersicht
00:00 – Intro: WhatsApp lesen ohne Handy & Einstieg ins Thema Smart Glasses
00:00:52 – Begrüßung & warum es heute nicht um Microsoft 365 geht
00:01:18 – Sabrina Göttlinger stellt sich vor
00:01:58 – Beide „nerden“ über Ray-Ban Meta & typische Fragen zu Smart Glasses
00:02:22 – Sabrinas Hintergrund: VR, AR, Metaverse – und wie alles begann
00:03:26 – Die Geschichte: Oculus Rift, Google Glass & der Weg zum Hype
00:05:19 – Metaverse, Corona & Microsoft Mesh – warum der Funke nicht übergesprungen ist
00:09:47 – Warum Smart Glasses den Sprung aus der Nische geschafft haben
00:12:03 – Sabrinas faszinierender Haupt-Use-Case: Fliegen & freihändig aufnehmen
00:14:38 – Videoqualität, Limitierungen & Technik der Ray-Ban Meta
00:17:14 – Alltagstauglichkeit: Fotos, Reisen, Sonnenbrille, Homeoffice
00:17:46 – Inklusion: KI-Übersetzung, Texterkennung & Unterstützung im Alltag
00:21:05 – Head-up-Display, Navigation & Live-Transkripte in der Praxis
00:24:18 – Akkulaufzeit, Ladecase & reale Erfahrung im Dauereinsatz
00:28:32 – Meta AI, Llama & Ökosystem – Chancen vs. Limitierungen
00:31:20 – Wunschliste: Teams, Copilot & offene Plattformen
00:33:51 – Kaufempfehlung, Zielgruppen & abschließende Learnings
00:36:03 – Outro, Dank & Einladung zum Ausprobieren
Transkript
Maschinell erstellt und redaktionell geprüft.
00:00 – Intro: WhatsApp lesen ohne Handy & Einstieg ins Thema Smart Glasses
Daniel Rohregger: Stell dir vor, du gehst durch Hamburg und auf einmal schreibt dir jemand eine WhatsApp und du liest die WhatsApp und du beantwortest sie, ohne dass du dazu auf dein Handy schauen musst. Ja, das ist heute schon möglich mit Smart AI Glasses, zum Beispiel von der Marke Ray-Ban. Und ich hab so eine und mein Gast hat auch so eine und wir werden heute mal ein bisschen abweichen vom Thema Microsoft 365, sondern uns mal dem Thema ja, digitales Leben und KI ein bisschen mehr widmen zu diesem, ja etwas anderen Thema heute, aber ich glaube, es ist sehr spannend.
Daniel Rohregger: Es wird ein spannender Erfahrungsaustausch gemeinsam mit Sabrina Göttlinger. Den gibt es jetzt in dieser Folge 365 Checkpoint, deinem Podcast rund ums Thema Microsoft 365. Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge 365 Checkpoint und schön, dass du wieder mit dabei bist.
00:00:52 – Begrüßung & warum es heute nicht um Microsoft 365 geht
Daniel Rohregger: Ja, wenn du dich heute auf ein Thema rund um Teams, Copilot und Co. gefreut hast, dann wird das heute eher eine kleine Enttäuschung für dich. Aber ich bin mir sicher, das Ganze wird trotzdem mehr als spannend, denn ich bin richtig aufgeregt. Wir wechseln heute nämlich mal in einen Themenbereich, der mich auch seit einiger Zeit nicht so richtig loslässt und auch meinen Gast nicht.
00:01:18 – Sabrina Göttlinger stellt sich vor
Daniel Rohregger: Herzlich willkommen, Sabrina Göttlinger. Schön, dass du mal wieder dabei bist, heute hier wieder in Person gegenüber von mir. Bitte stell dich doch einmal kurz vor.
Sabrina Göttlinger: Hi Daniel, schön wieder hier zu sein. Ja, wer bin ich? Ich glaub, ein paar kenne mich schon, die fleißigen Zuseher. Für die, die heut neu dabei sind, Sabrina Göttlinger, ich bin Cloud Solution Architekt bei der Microsoft und seit, ich glaub, 3 Monaten jetzt stolzer Besitzer einer Meta-Ray-Ban, ganz genau Modell Wayfarer, also wer sich da schon ein bisschen mit beschäftigt hat, wird wissen, was damit gemeint ist und freue mich, mit dir ein bisschen drüber zu quatschen.
Daniel Rohregger: Ich Bevor wir in die Folge rein starten, eine kurze Einordnung beziehungsweise Disclaimer, der uns hier wichtig ist. Diese Aufnahme und das Gespräch mit Sabrina ist entstanden, bevor die aktuellen Berichte rund um Meta und Ray-Ban veröffentlicht wurden. Nach diesen Recherchen gibt es Hinweise darauf, dass Inhalte, die über Meta AI verarbeitet oder mit Meta geteilt werden, in Einzelfällen auch von menschlichen Prüfteams gesichtet werden konnten, unter anderem zur Qualitätskontrolle und zur Verbesserung der Systeme. Wichtig ist uns, dass hier eine saubere Trennung vorliegt. Öffentlich belegt ist nicht, dass pauschal Zahl jeder Aufnahme aus diesen Brillen dauerhaft von Menschen angesehen wird.
Daniel Rohregger: Meta sagt, dass Inhalte grundsätzlich auf dem Gerät bleiben, solange sie nicht aktiv geteilt oder für bestimmte Cloud und KI-Funktionen verarbeitet werden. Genau da gibt es aber natürlich einige berechtigte Fragen zu Datenschutz, Transparenz und Einwilligung. Deshalb möchten wir das an dieser Stelle noch einmal offen sagen. Alles, was wir in dieser Folge besprechen, spiegelt den Wissensstand zum Zeitpunkt der Aufnahme wieder. Wir sprechen hier über unsere Eindrücke und unsere tägliche Nutzung dieser Technologie, aber eben vor dem Hintergrund, dass diese später Öffentliche Informationen waren damals noch nicht öffentlich bekannt. Wenn das Thema für euch besonders wichtig ist, hier in Bezug auf Datenschutz und Transparenz, lest bitte genau die Datenschutzbedingungen von Meta und bildet euch auch eine Meinung außerhalb des Podcasts von anderen und unabhängigen Quellen.
Daniel Rohregger: Wenn sich bei so einer neuen Technologie neue Fakten ergeben, dann gehören die aus unserer Sicht natürlich klar benannt und vor allem von den Herstellern eingeordnet und auch dokumentiert. Und ganz wichtig, wir wollen hier auch niemanden zu irgendwas überreden. Diese Folge ist keine Kaufempfehlung. Am Ende muss jeder und für sich selbst entscheiden, ob man solche Geräte zu den jeweiligen Nutzungsbedingungen nutzen möchte oder auch nicht. Und zwar ist wichtig, hier einmal transparent vorweg zu sagen.
00:01:58 – Beide „nerden“ über Ray-Ban Meta & typische Fragen zu Smart Glasses
Daniel Rohregger: Und jetzt wünschen wir euch viel Spaß bei dieser Folge. werden heute wirklich mal ein bisschen abnerden, einfach über unsere, über unsere Brillen, die wir so im Alltag ab und zu benutzen und werden mal die Fragen beantworten, die uns immer gestellt werden. Was kann die denn, was machst denn du damit, schaust du mich eigentlich nur an, siehst du mich überhaupt noch?
Sabrina Göttlinger: Machst du heimlich Fotos von mir?
Daniel Rohregger: Ja, genau, siehst du mich gerade nackig? Ja, alles das sind Funktionen, die diese Brille natürlich besitzt. Ja, also ich will aber nur noch so durch die Gegend. Nein, natürlich nicht.
00:02:22 – Sabrinas Hintergrund: VR, AR, Metaverse – und wie alles begann
Daniel Rohregger: Ein kleiner Spaß, Sabrina, bevor wir in das Thema richtig mit den jetzt aktuellen Brillen einsteigen, ich muss sagen. Es gibt, glaub ich, keinen Menschen in meinem Umfeld, der sich so lange und so tief mit diesem ganzen Thema Metaverse, AR, VR beschäftigt hat, wie du, Virtual Reality Brillen, ja, Metaverse, auch damals ja in Teams, ne, in SharePoint, mit mit Metaverse, Mesh. Oh ja, das das nächste Thema, kannst du uns wissbegierigen Zuhörerinnen und Zuhörern, zu denen ich mich jetzt in diesem Fall auch zähle, mal so ’n kurzen. Rückblick geben, so ’ne kurze Einordnung geben, wo das Thema denn herkommt und was es bisher schon alles auch gab, auch gerne mit dem kurzen Einblick ins Thema Microsoft 365, weil das passt ja doch zum Podcast ganz gut dazu.
Sabrina Göttlinger: Ja, also es gab tatsächlich eine Welt vor KI, man kann es mittlerweile kaum glauben, aber es gab es und ich beschäftige mich jetzt, boah, wann hat das Ganze angefangen, ich glaub um 2019 2020 rum, kam haben, so der leichte Hype Richtung Metaverse, da gab es ja diese PlayStation VR Brillen und dann gab es auch in den ersten Firmen tatsächlich, also bei meinem Arbeitgeber, bevor ich jetzt zu Microsoft gekommen ist und auch noch mal einen Arbeitgeber vorher, der hat viel in der Industrie gearbeitet und die hatten tatsächlich die ersten VR und AR, also VR für Virtual Reality und AR für Augmented Reality Brillen, tatsächlich in der Produktion schon eingesetzt und haben da praktisch so Remote Support gemacht, indem sie jemanden aus, weiß ich nicht, Indien die Brille aufsetzen lassen haben und man konnte dann aus Deutschland demjenigen in Sichtfeld Sachen zeichnen und Sachen deuten, um so zum Beispiel Maschinen zu reparieren aus der Ferne.
Sabrina Göttlinger: Also ziemlich coole Use Cases und man hat ja in der IT immer das Privileg, die neuen coolen ****** aus der Firma immer auszuprobieren und so bin ich ’n bisschen in das Game reingekommen und hab mir dann auch die erste Meta Quest, also das war die Quest 1 damals, gekauft, hab mich da reingefuchst zum Thema, Arbeiten mit Meta Quest, aber auch ’n bisschen das Gamification Thema. Hab mir dann sogar ’ne Quest Pro damals gegönnt für viel zu viel Geld und hab da mich in dem Thema Metaverse beschäftigt und das war auch die Zeit, wo Microsoft sich mit Thema Mesh beschäftigt hat.
Sabrina Göttlinger: Also war ja der Riesenhype, da hat sich Facebook zu Meta umbenannt und alles ging so in Richtung, war auch Coronazeit tatsächlich. Also wir durften alle nicht mehr das Haus verlassen, wir durften uns alle nicht mehr treffen und da war natürlich Metaverse perfekt.
00:03:26 – Die Geschichte: Oculus Rift, Google Glass & der Weg zum Hype
Daniel Rohregger: Ich, ich füg mal noch ganz kurz ein bis paar Jahreszahlen hinzu, weil ich hab es in der Zwischenzeit mal ganz kurz recherchiert. Also der Start war eigentlich 2012 mit der Oculus Rift auf Kickstarter und im April 2013 bereits kamen die Google Glasses in der ersten Betaversion raus. Ja, und dann sag ich mal so ab 2016 wurde es dann mit der Oculus Rift, mit der Consumer Edition und der PlayStation VR Brille für die PS 4 sowie auch, auch ich erinnere mich, ja, der das Spiel, das ist ja alles so ein bisschen ins Rollen gebracht hat, mit dem ganzen Thema, war ja eigentlich Pokémon Go.
Sabrina Göttlinger: Stimmt, mit dem AR.
Daniel Rohregger: AR bisschen aus ausgelöst, genau. Und dann die erste Oculus Quest 2019 und dann ja, sind wir tatsächlich so bisschen in dem Bereich 2020, wo du jetzt gerade warst, ne, im März 2021 hat Microsoft Mesh angekündigt, auf der Ignite Vision Holoportation als Hologramm im gleichen Raum stehen, egal wo man ist, genau. Und jetzt seit 21 oder seit 21 Facebook wurde in Meta umbenannt, das war so ein bisschen jetzt die Timeline, die ich jetzt hier im Hintergrund kurz recherchiert hab, also schon alles sehr, sehr treffend zu dem, was du bereits gesagt hast und ja, was hat denn Microsoft dann so alles mit dem Meshthema gemacht?
00:05:19 – Metaverse, Corona & Microsoft Mesh – warum der Funke nicht übergesprungen ist
Sabrina Göttlinger: Leider eigentlich nicht so viel, ich glaub, sie sind auch, es war vielleicht auch zu früh für das ganze Thema oder eben KI kam dann zu schnell, es war eben perfekt für die Zeit für Corona, wo man sich wo man es vermisst hat, eigentlich ins Büro zu kommen, miteinander sich zu sehen, sich zu treffen, auf Konzerte zu gehen, et cetera. Und da dachte sich auch eben Microsoft oder auch Meta und viele andere Hersteller, OK, wie kriegen wir die Leute denn zusammen? Und war eben die Idee, sich virtuell zu treffen und somit entstand der Begriff Metaverse. Tatsächlich war das ’n sehr umstrittener Begriff, weil das Metaverse jetzt ist ’n wirklich starker Absprung, kam von dem Buch, das das Thema Metaverse auch behandelt hat und da war es wirklich, man hat sich in eine neue Welt rein gebeten, man konnte sich da frei bewegen, hatte Jobs et cetera, aber das ist ’n anderes Thema, also ich nenne es aber jetzt mal der Einfachheit, trotzdem Metaverse und die Idee hinter Mesh war tatsächlich die Teams Meetings, wie man es kennt, in eine neue virtuelle Welt zu verlagern.
Sabrina Göttlinger: Das heißt, jeder hatte eine eigene Figur, man konnte sich am Lagerfeuer treffen, man hatte neue Räume, die man dann auch eigens gestalten konnte. Man konnte sich in diesen Räumen bewegen, man konnte etwas auf dem Tablet zeichnen, man konnte die Räume, Sachen verschieben. Also, die Idee war an sich cool und auch für die Coronazeit auf jeden Fall passend. großes Problem von Mesh war damals die Paywall Teams Premium. Schon damals war Teams Premium nicht so gut verkauft, wie es Microsoft sich gedacht hat. War für viele Sachen zu teuer, weil es zu wenig Features gab und für viele war einfach Mesh nicht der Grund, jetzt da Teams Premium zu kaufen.
Sabrina Göttlinger: Und es hat auch nur Sinn gemacht, wenn auch jeder Mitarbeiter dann ’ne Meta Quest zum Beispiel besessen hat. Ist dann natürlich auch ’n Geldthema gewesen und dann kam eben schon die Zeit, als Corona langsam zu Ende war, man sich wieder real treffen durfte und dann müsste man jetzt noch mal die genaue Timeline angucken, dann kam ChatGPT und plötzlich ist dieser Hype Metaverse gewandelt zur Hype ChatGPT, der recht viel verdrängt hat und auch den Fokus von ganz vielen verschoben hat und auch so die Budgetierung mehr Richtung KI Systeme ging und nicht mehr Richtung AR, man kauft jetzt jedem Mitarbeiter eine Brille und es war auch leider so langsam so der Rückgang und der starke Rückgang von den ganzen Metaverse Thema, die ganzen OGs von damals, die beschäftigen sich immer noch damit.
Sabrina Göttlinger: Es ist nicht ganz tot.
Daniel Rohregger: Nee, es ist nicht ganz tot, aber ich glaub, man kann schon sagen, es wurde wirklich aufgeflammt in Covid, hat es nicht so wirklich aus Corona raus geschafft und spätestens jetzt mit dem KI Hype ist dieses reine Metaverse und Mesh Thema eigentlich wirklich, wirklich bei, bei wenigen Prozentpunkten in einer Nische gelandet.
00:09:47 – Warum Smart Glasses den Sprung aus der Nische geschafft haben
Daniel Rohregger: Aber was es aus dieser Nische raus geschafft hat, sind ja tatsächlich diese Brillen, die jetzt halt du und ich und viele andere auch teilweise schon kaufen. Anfangs waren diese, diese, diese Brillen erstmal nur gedacht, die hießen irgendwie Stories. Stories 1 hieß die erste Brille, das heißt, das war quasi dann erstmal nur gedacht als Kamerabrille, ja, und war natürlich Snapchat oder ja, ich glaub ja, in Instagram oder oder oder Snapchat, ja, irgendwas in in die Richtung Und daraus wurde dann ja irgendwann auch, wir hatten auch das Thema von Apple, Apple Vision Pro, ja also auch das gibt es ja jetzt auch noch aktuell, ist auch schon fast jetzt 2 Jahre alt oder ist jetzt 2 Jahre alt geworden im Februar.
Daniel Rohregger: Und ja, das da sehen wir jetzt so ’n bisschen so ’n Trend. Also während die Vision Pro ja eher so in Richtung Virtual Reality sich bewegt oder Augmentation.
Sabrina Göttlinger: Beziehungsweise es kam beides, kann ja auch umschalten, je nachdem. Man hat ja diesen, ich glaub diesen Regler, wo ich dann wirklich entweder die Umgebung sichtbar machen möchte oder mich komplett in der virtuellen Welt bewegen. Ich seh halt leider von der Vision Pro, das Problem, der Preis, dass es jetzt nicht für jedermann ist, auch mir ist sie tatsächlich zu teuer.
Daniel Rohregger: Mit und das Akkupack mit dem Kabel, ne, also das ist ja irgendwie, die ganze Zeit mit der Powerbank und dem Kabel rumzulatschen, also ist jetzt nicht nicht unbedingt so Handy, da ist natürlich jetzt ja diese Generation, die es so jetzt seit 2 Jahren gibt, diese Ray-Ban Meta Brillen schon deutlich angenehmer.
Sabrina Göttlinger: Lustigerweise ist ja die Ray-Ban von der Idee her nichts anderes als die Google Glass damals, aber du weißt ja doch diesen Aufschrei mit der Google Glass. Ja, dann kannst du ja einfach alles aufnehmen und dann ist halt nichts mehr sicher. Da ich glaub, da war Google damals der Zeit zu weit voraus, die die die Welt war noch nicht ready für solche Glasses und jetzt gibt es ’n neuen Versuch und ich glaub, der funktioniert besser.
Daniel Rohregger: Tatsächlich, es gibt ja von Google, soll es auch bald ’n neuen Versuch geben und aktuell tatsächlich ja sehr marktdominant in diesem Bereich Ray-Ban beziehungsweise Meta mit den Ray-Ban Brillen und Das ist wirklich ein sehr, sehr spannender Versuch, denn es wurde so bisschen aus den aus den Kamerabrillen, wo es zuerst war, tatsächlich dann auf einmal mit KI, ja, dann tatsächlich ein sehr, sehr nützlicher Helfer oder auf einmal, ja, ein sehr, sehr spannender täglicher Begleiter, weil man eben nicht mehr das Handy zücken muss, um KI zu nutzen, sondern das einfach zum Beispiel per Sprache aktivieren kann, weil man auch verschiedene andere Vorteile, wie das Hören von Musik, direkt über die über die Kopfhörerbügel, also. auch über Knochen, Knochenschall quasi, kombiniert mit einem sehr nah sitzenden Lautsprecher, also auch ohne was im Ohr oder über dem Ohr zu haben.
Daniel Rohregger: Also auch sehr, sehr cool für solche Alltagssituationen und eben dann, ich sag jetzt mal, als modisches Accessoire, als Sonnenbrille oder als als Korrekturbrille oder beides, beides, ja. das ist schon ein sehr, sehr spannender Ansatz, den da aktuell natürlich sehr viele Leute nutzen und auch du nutzt es, Sabrina.
00:12:03 – Sabrinas faszinierender Haupt-Use-Case: Fliegen & freihändig aufnehmen
Daniel Rohregger: Das ist nämlich ein ganz besonderes Hobby und du hast gesagt, du möchtest unbedingt mal davon erzählen, was du da so machst und wie du diese Brille im Alter so einsetzt, im Alltag so einsetzt, im Alter.
Sabrina Göttlinger: Noch ist es ein bisschen hin fürs große Alter, aber tatsächlich ist es wie bei vielen Sachen, man braucht schon einen guten Anwendungsfall. So eine Brille kostet auch ein bisschen was, deshalb lohnt sich es auf jeden Fall vorher mal zu überlegen, für was möchte ich es denn nutzen. Und ich hab seit, ich glaub Oktober letzten Jahres, ein neues Hobby gestartet und zwar die Fliegerei. Und zwar mache ich aktuell den Schein zur Motorseglerin und wie so viele andere, liebe ich es, anderen davon zu erzählen, Bilder zu zeigen. Man hat da oben eine echt schöne Landschaft, tatsächlich eine schöne Aussicht.
Daniel Rohregger: Und immer sehr sonnig, ne?
Sabrina Göttlinger: Meistens ist es immer sehr sonnig, tatsächlich wenn wir über die Wolken fliegen. Es ist richtig schön und man möchte sich ja immer ein bisschen mehr Erinnerungen behalten, anderen zeigen, was man da oben gesehen hat und was das Problem ist beim Fliegen, wie auch beim Autofahren zum Beispiel, man sollte beide Hände am Steuerknüppel haben, beziehungsweise man braucht einfach vor allem ich auch als Anfänger, ich brauch beide Hände zum Steuern dieses Flugzeugs und da ist es ganz schwer, da einfach zwischendurch mal das Handy zu zücken und aufzunehmen. Und das war so für mich der Gedanke, hey, ich kaufe so eine Brille, dann kann ich nämlich freihändig Videos aufnehmen und das funktioniert tatsächlich richtig, richtig gut.
00:14:38 – Videoqualität, Limitierungen & Technik der Ray-Ban Meta
Sabrina Göttlinger: Also die Auflösung ist super gut, ich glaube 7K, nee, wie viel K sind es, ich?
Daniel Rohregger: Weiß gar nicht, also mir hat jemand erzählt, also man kann es so vergleichen mit einem iPhone 12 oder 13 von der von der Auflösung her, also Stabilisator, der wird auch genutzt beziehungsweise der, der, der, der, der Stabilisator kommt auch von der Software. Das heißt, an dieses eigentliche Rohmaterial, was die, was die Kameralinse aufnimmt, kommt man gar nicht ran, weil die Software dann auch das raus stabilisiert und deswegen kommt es oft zu so bisschen komischen Auflösungen teilweise. Ja, also das ist, das ist ein bisschen unterschiedlich, aber man muss wirklich sagen, wie eine geile Handyaufnahme, also wie wenn ich mit dem Handy was filme, auch Hochformat. genau, im Hochformat passiert das Ganze und.
Sabrina Göttlinger: Kleines Manko, aktuell Maximallänge von Videos sind 3 Minuten. Man kann den Zeitraffer auch aufnehmen von 30 Minuten, das geht auch, das hab ich auch schon ausprobiert, ist eines der neueren Features, aber dann ist natürlich alles, wie man es bei Zeitraffer kennt, stark beschleunigt, dass man im Endeffekt dann wieder auf diese 3 Minuten kommt. Die Brille speichert es auch zwischen, das heißt, man braucht jetzt nicht dauerhaft Verbindung zum Handy, sondern der hat auch einen kleinen Speicher und wenn ich dann diese zugehörige Meta AI App dann öffne, dann überträgt er das Ganze. Aber das ist sehr, sehr cool.
Daniel Rohregger: Also, ich hab vorhin geschaut, übrigens, wir haben vorhin ja ein bisschen rumgespielt mit den beiden Brillen, die hat eine Auflösung im Hochformat von 1552 auf 2064 30 FPS HDR HEVC Format wird es aufs Handy übertragen und dementsprechend Hochformat. Also hat tatsächlich ’ne sehr ordentliche Qualität, man könnte quasi sagen 2K. Genau, dass man da rauskriegt, weiß nicht, ob man das auch irgendwie roher von der Kamera, von der Linse, von der Brille runter kriegt, aber ist natürlich auch ’n sehr, ja ’n sehr cooler Case, der wahrscheinlich nicht nur in der Fliegerei, sondern auch so im Alltag ab und zu ist diese Brille hilfreich.
00:17:14 – Alltagstauglichkeit: Fotos, Reisen, Sonnenbrille, Homeoffice
Sabrina Göttlinger: Genau, wenn man einfach mal schnell was aufnehmen möchte, schnell auch mal ein Foto knipsen aus der Kopfperspektive oder im.
Daniel Rohregger: Urlaub, wenn man gerade die Hände nicht frei hat, ne?
Sabrina Göttlinger: Also das ist also Foto und Video ist, denke ich, auch so der Hauptcase, wo die Brille tatsächlich, glaube ich, am stärksten momentan ist. Also wenn ich genau auch solchen Use Case hab, lohnt sich es auch wirklich, den Preis auszugeben. Auch stylisch ist es auf jeden Fall. Also, ich nutze es als Sonnenbrille, aber ich habe dieses Gott, wie heißt der?
Daniel Rohregger: Transition.
Sabrina Göttlinger: Das heißt, der hat auch einen Blaufilter drin. was ich also auch gerne, wenn ich einfach im Homeoffice sitz, einfach nur ’n bisschen Musik auf den Ohren beim Arbeiten haben möchte, auch super, super angenehm.
00:17:46 – Inklusion: KI-Übersetzung, Texterkennung & Unterstützung im Alltag
Sabrina Göttlinger: Womit man es aber auch nutzen kann und das ist eines der Themen, wo natürlich das KI Thema super stark wird, ist das Thema Inklusion, Fragen beantworten, weil man kann sich vorstellen, die Brille sieht ja im Prinzip alles, was ich auch seh.
Daniel Rohregger: Ja.
Sabrina Göttlinger: Und das kann man sich dann zunutze machen in 2K, vielleicht nicht so gut auflösen, wie wir es sehen, aber sie sieht im Prinzip das Gleiche, was ich auch sehe und da kommt eben das Thema KI zum Tragen und das ist vielleicht auch das, warum jetzt ein neuer Versuch auch so viel Sinn macht, weil das KI Thema so stark ist und ich kann jederzeit Fragen stellen. Also wir hatten es ja heute probiert mit einem Zettel, mit einem einer Broschüre, wo ein Text draufsteht, was ich mir einfach übersetzen lassen kann. und das funktioniert überraschend gut.
Daniel Rohregger: Es, es funktioniert überraschend gut und vielleicht an an der Stelle mal eine eine grobe preisliche Einordnung. Ich hab gerade nachgeschaut, deine Brille, die du hast, dürfte so irgendwas um die 460 bis 560 Euro kosten, je nachdem, welche Konfiguration, welche Größe, welche Gläser. Ja, es gibt die sowohl mit Sehstärke als auch ohne Sehstärke und es gibt die eben mit diesen Transition Gläsern, das nennt man phototrope Gläser, das heißt, sie werden draußen bei UV Einstrahlung dunkler und drinnen hellen sie eben dann komplett auf und du hast eben eine mit mit mit mit einer blauen Tönung, die eben blau dunkler wird, grünlich, genau, die gibt es auch in verschiedenen Tönungsfarben und um mal kurz den Schwenk zu machen, die die ich habe, das ist quasi dein Modell nur mit einem Display innen drin, ja, das ist aktuell, sag ich mal so, der der der der neueste Hype oder die die neueste Brille, die jetzt da so genutzt wird, die ist auch bei uns in Deutschland noch, glaub ich, gar nicht offiziell zu bekommen.
Daniel Rohregger: Ich glaub auch, der Launch wurde nach hinten wieder verschoben und da ist es tatsächlich so, dann hat man eben diese Features, die du gerade erwähnt hast. Bei mir ist allerdings dieses Transition Glas immer schwarz, also meine wird quasi immer dunkel, komplett schwarz ab, wenn es draußen hell ist und wird dann eben zur Sonnenbrille, ist dafür auch entsprechend dicker. Also da sieht man schon definitiv, das ist jetzt keine ganz normale Brille, ja, weil das eben ’n bisschen dicker ist. bei deiner muss man schon sagen, die finde ich, schaut einfach modisch aus wie eine normale Wayfarer Brille oder wie eine normale Ray-Ban Brille, nur dass eben vorne 2 kleine Kameras Kameras im Sinne eines Licht und eigentlich.
Sabrina Göttlinger: Ich find, das erkennt man schon, also wenn man.
Daniel Rohregger: Es, wenn man es gewohnt ist, schon ja, auf jeden Fall, wenn.
Sabrina Göttlinger: Man auch für die, die jetzt sagen, boah, werde ich da jetzt immer heimlich aufgenommen, ohne dass ich es merke, nein, also da ist ein sehr auffälliges, blindes.
Daniel Rohregger: Weißes Licht.
Sabrina Göttlinger: Ja.
Daniel Rohregger: Also, eine Rückwärtsgang eigentlich. Ja, wieso denn?
Sabrina Göttlinger: Also, das merkt man tatsächlich. Also, da bitte keine Sorge haben, dass jetzt da wirklich die Nerds rumlaufen und alle Leute filmen. Das kriegt man wirklich mit, weil es sehr auffällig ist, ein. starkes weißes Licht. Bei bei einer Fotografie ist es eben einmal, wie so ein Blitz.
Daniel Rohregger: Mal kurz quasi, dann sieht man, dass ein Foto gemacht ist und wenn ein Video läuft, dann pulsiert es so in Weiß quasi, ne.
Sabrina Göttlinger: Und das ist schon was, was auffällt, tatsächlich.
Daniel Rohregger: Das sieht man ja. Also wenn man gefilmt wird, sieht man es, aber natürlich weiß man, man könnte jederzeit theoretisch gefilmt werden. Das ist natürlich so, auch noch so was Gesellschaftliches, wo man, wo man einfach noch, sag ich mal, neu davor ist oder das, was man auch einfach jetzt noch nicht kennt, weil das halt eben noch ganz neue Technologie ist ja, du hast gerade schon die Inklusion angesprochen.
00:21:05 – Head-up-Display, Navigation & Live-Transkripte in der Praxis
Daniel Rohregger: Sehr spannendes Thema, ne, gerade Übersetzungen. Ich stelle mir das super praktisch vor. Jetzt habe ich eben dieses Display im Glas drin. Das heißt, ich habe zum Beispiel, eigentlich ist es so eine Art Head-up-Display fürs Leben, könnte man quasi sagen. Ne, man sieht, welcher Song läuft gerade oder eben. eben das, was ich aus dem Intro gesagt hab, welche Nachricht ist gerade reingekommen. Man kann quasi dann auch über so ’n so ’n so ’n Band, das man dann am am Handgelenk hat, quasi durch das Menü navigieren. Man kann im, man kann in Instagram Sachen anschauen, man kann in WhatsApp Nachrichten lesen, man kann auch Sprachnachrichten direkt von der von der von der Brille aufnehmen.
Daniel Rohregger: Man kann sich zum Beispiel auch navigieren lassen. Das hat. in Amerika hervorragend funktioniert. Da hab ich es auch ausprobiert. Also gerade wenn du da durch durch die Straße läufst, ist es richtig, richtig cool. Hier in Deutschland gibt es das Feature Stand heute noch nicht. Auch die Brille, die ich hab, ist generell noch sehr Englisch, auch was die Bedienung angeht, doch kein deutsches Sprachpaket. Du hast es mir gesagt, deine Brille ist schon komplett in Deutschland angekommen.
Sabrina Göttlinger: Da kann man sich diverse Sprachpakete runterladen, das muss ich dann einmal machen in der Konfiguration und ich kann mit meiner tatsächlich Deutsch sprechen. Natürlich ist es so ’ne typische KI übersetzte Stimme, aber jetzt nichts, was stört. Und das Schöne ist, ich kann auch alle Fragen und alle Befehle dann auf Deutsch auch formulieren und ich kann auch so eine Live-Übersetzung eben nutzen. Das heißt, was auch funktioniert mit den Brillen, das funktioniert mit beiden. Das, wenn ich jetzt zum Beispiel, ich glaub Frankreich ist so ein typisches Beispiel, die sich nicht gerne auf Englisch mit einem unterhalten. Ich kann kein Französisch, ich hätte definitiv ein Problem.
Sabrina Göttlinger: Mit dieser Brille kann ich praktisch einstellen: ‘Hey, der Gegenüber von mir redet Französisch, ich möchte es bitte auf Deutsch hören.’ Dann kann derjenige mit mir sprechen, dann dauert es einen kurzen Moment und dann bekomme ich zum Beispiel die deutsche Übersetzung.
Daniel Rohregger: Und bei mir zum Beispiel, wenn ich jetzt ein Foto mache mit der Brille quasi und hab eben was vor mir gehalten und sag, hey, was steht es da eigentlich und es ist auf Deutsch oder auf Spanisch, dann kann ich es mir quasi jetzt in meine Brille immer auf Englisch übersetzen lassen. Das heißt, dann krieg ich dann wirklich ein übersetztes Foto oder den Text eben auf auf einer anderen Sprache, in Englisch in dem Fall eingeblendet und das ist schon wirklich faszinierend. Ich hab zum Beispiel auch diese Untertitelfunktion, das heißt, wenn jemand in Englisch mit mir redet, seh ich zum Beispiel, was der, was der sagt und das ist ja quasi nur das Einfachste.
Daniel Rohregger: Noch viel spannender ist ja, wenn ich jetzt an so Messesituationen denke, mir steht jemand gegenüber, ich konzentriere mich aufs Gespräch, aber das Mikrofon läuft mit der, läuft quasi mit den Untertiteln. Im Endeffekt ist es ja nichts anderes als ein Transkript mit und ich kann danach in der App, kann ich nachschauen, was hat der gesagt, über was haben wir geredet. Ja, und das ist natürlich super, gerade jetzt sag ich mal, für Messesituationen, um Leads nachzuverfolgen oder um noch mal Kontakte nachzuverfolgen. Ja, oder vielleicht auch um jetzt halt auf auf Technikmessen vielleicht einem Vortrag zuzuhören. Da gibt es natürlich schon viele andere KIs, die das auch können.
Daniel Rohregger: Ja, die es einfach irgendwo hinlegt und und dann wird da mitgelauscht. Ja, also das ist jetzt gar nicht so was Neues, da gibt es ja für Unis und so weiter schon lange, dass man einfach irgendwie so Art Vorlesungen quasi sie sich mitschneiden kann. Aber eben mit der Brille brauch ich kein extra Gerät dazu.
00:24:18 – Akkulaufzeit, Ladecase & reale Erfahrung im Dauereinsatz
Daniel Rohregger: Wie schaut es denn mit der Akkulaufzeit aus bei deiner?
Sabrina Göttlinger: Ich kenn jetzt da tatsächlich noch nicht die Hard Facts aus, wenn ich glaub, ich hab irgendwas mal von 8 Stunden oder ähnliches gelesen.
Daniel Rohregger: Aber bist du schon öfter mal einen Limit gekommen, wo du sagst, oh, jetzt ist es wieder leer?
Sabrina Göttlinger: Tatsächlich nicht, weil das Schöne ist, man hat ja sein Case dabei. Also man, also ich hab jetzt zum Beispiel bei meinen ein schönes braunes Ledercase, sehr hochwertig. Ich glaub, du hast ein schwarzes Ledercase bei deiner und das Schöne ist, das Case hat ein Akku drin, ist ja doch ein bisschen schwerer, aber nicht klobiger, find ich, als andere Brillenetuis. Und das kann ich aufladen. Das heißt, sobald ich sage, ‘Hey, ich bin mit meinem Flug fertig’, ich setz meine Brille ganz normal ab, pack die in mein Case, wird die automatisch wieder aufgeladen. Das heißt, bei sag ich mal, normaler Nutzung, bei bestimmten Anwendungsfällen, hatte ich tatsächlich noch nie ’n Thema und es ist, glaub ich, angegeben mit einer Akkuladung, je nachdem was man natürlich immer macht, bis zu 8 Stunden. und dann kann man sie aber wieder aufladen.
Sabrina Göttlinger: Also das finde ich, ist überhaupt kein Thema, Thema Akku.
Daniel Rohregger: Also da muss ich sagen, da bin ich, da bin ich, also das ist schön für dich, wie es.
Sabrina Göttlinger: Bei deiner ist
Daniel Rohregger: Also das ist wirklich bei meiner tatsächlich noch sehr unterschiedlich. Also ich hatte letztens den Fall, dass ich draußen Videos aufgenommen hab und da hat es draußen 3 oder 4 Grad gehabt und da glaube ich, war nach einer Dreiviertelstunde war es vorbei. Also, das war wirklich ein Extremfall. Normalerweise ist es so, wie du sagst, man kann, also ich glaub, ich hab auch mal 2 Stunden am Stück damit telefoniert und Musik gehört, das merkt man schon. Also gerade wenn man dieses Display viel nutzt und wenn die Brille in aktiver Kommunikation mit dem Handy steht, ja quasi wie Bluetooth Kopfhörer, dann ist es schon relativ schnell leer, zumindest bei meiner, weil da eben auch das Ganze bisschen, ja, mit dem Display, ja, genau, das ist auf jeden Fall plus, wenn du draußen bist, ja, das hat auch so ein, so ein Helligkeitssensor drin, das heißt, bist du draußen, läuft das Display auf 100% Helligkeit, damit du es trotzdem lesen kannst, bist du drinnen, ist die Akkulaufzeit viel, viel heller, viel, viel, viel länger, weil das Display weniger hell sein muss.
Daniel Rohregger: Ja, und trotz in allen Fällen, also ich, ich habe mal so eine Tour draußen gemacht, ich sag jetzt mal so, so eineinhalb Stunden, dann merkst du, oh, jetzt bist du irgendwie bei 15% nach ein bisschen Musik hören und Navigation und so weiter, dann packst du es eben, gehst ins Café, trinkst dann Kaffee, packst es wieder ins Ladecase, holst es wieder raus, dann nach einer halben Stunde hast du wieder 80% Also das ist wirklich super, das Aufladen ist tatsächlich in dem Fall der Gamechanger, wo ich sag, es bleibt im Alltag benutzbar und das Coole ist, die phototropen Gläser, es ist keine Technik, also das ist nicht batteriebetrieben, sondern das ist reine Chemie oder Physik.
Daniel Rohregger: Ja, was auch immer von den beiden. Ja, und das heißt, es geht auch einfach nur durch die UV Strahlung, das heißt, dazu braucht man keinen Akku, das funktioniert auch komplett, wenn der Akku leer ist und offline, das hat geht auch bei Brillen, die keine Smart Glasses sind, sondern es geht auch immer und das ist richtig, richtig cool, weil das heißt zur Not, selbst wenn dein Akku komplett leer ist und das Case leer ist, hast du immer noch ’ne Sonnenbrille dabei, die draußen dunkler wird.
Sabrina Göttlinger: Ja, und das ist eben super, deshalb ist es auch einfach super im Alltag nutzbar, wenn ich auch mal die ganzen Funktionen nicht nutze, wie zum Beispiel im in meinem Anwendungsfall das Fliegen. Ich brauch eigentlich fast immer eine Sonnenbrille und für mich ist dieses transparent werden, je nachdem wie viel Sonneneinstrahlung ist, einfach perfekt, weil ich dann eigentlich immer so die perfekte Transparenz habe oder halt die perfekte Abdunkelung, je nachdem wie das Wetter auch gerade ist, was halt zum Fliegen auch wieder perfekt ist. Oder zum Beispiel auch beim Autofahren kennt man es ja auch, dass es manchmal doch ein bisschen zu dunkel ist mit der Sonnenbrille, aber ohne vielleicht doch wieder zu hell und da finde ich auch dieses, je nachdem wie viel UV Strahlung ist, transparent werden die einfach auch perfekt.
Sabrina Göttlinger: Also ist auch ein super Accessoire.
Daniel Rohregger: Ja, da darf vielleicht nur ein kleiner Hinweis, je nachdem was ihr für ein Auto habt und welche Gläser ich hab, das funktioniert nicht immer, ne, weil viele Autogläser, die filtern auch schon sehr viel von der UV UV Strahlung raus, also das hab ich schon bei mir erlebt, dass bei mir das zum Beispiel im Auto fast gar nicht funktioniert, weil diese, weil die UV Strahlung von dem Glas deutlich rausgefiltert wird. Aber das ist wahrscheinlich auch je nach Modell und Technologie bisschen bisschen unterschiedlich.
00:28:32 – Meta AI, Llama & Ökosystem – Chancen vs. Limitierungen
Daniel Rohregger: Eins müssen wir noch ansprechen, die KI dahinter läuft Meta AI, heißt das so? Meta AI. Meta AI, das basiert auf den Meta proprietären Modell Llama, ne. Und da muss man sagen, gestern sag ich mal natürlich jetzt gerade eigentlich, wenn wir dieses ganze Thema jetzt noch mal betrachten, also ich find es ’n super Begleiter im Alltag, genial für Urlaube, ja, muss ich wirklich sagen, wenn man spontan im Urlaub oder spontan im Urlaub was aufnehmen will, wenn man sich navigieren will, wenn man einfach auch vielleicht mal kurz nebenbei Musik hören will, ohne dass man ’n Kopfhörer drin hat, wenn man nebenbei vielleicht mal ’ne Mail lesen möchte oder einfach dann vielleicht jetzt nicht die ganze Zeit am Handy sein will, genialer Case.
Daniel Rohregger: Du hast schon gesagt, Fliegerei, alles was vielleicht auch auch ja, wo man diese Brille hat. Ich find draußen immer sehr gute Cases, gerade auch tendenziell bei schönerem Wetter. Im Winter nervt es mich persönlich mit den dicken Bügeln, mit den Mützen oder so. Das ist bisschen doof, aber es ist bei allen ist es auch die ist die ist die Videoqualität nicht so, was ich finde, aber das Größte ich will nicht sagen, ja doch, hier sitz irgendwo im Manko oder das das Thema, das was mich so am meisten nervt, eigentlich ist eben diese dieses Ökosystem Facebook, also Meta, sehr geschlossen, also und ich hab da auch mit jemanden vom Meta drüber geredet und der hat gesagt, ja, sie wollen entsprechend jetzt auch in den App Store bringen, das sollte eigentlich im Dezember kommen, bis heute ist er nicht da, ich hoffe, das hat sich oder das ändert sich sehr, sehr bald, aber ich sag jetzt mal, sobald das Ganze offen wird, ja, dass ich eben nicht nur die Meta-App benutzen kann, sondern eben auch mein, zum Glück ist ja WhatsApp und Instagram von von von von Meta, das ist ja schon mal gut.
00:31:20 – Wunschliste: Teams, Copilot & offene Plattformen
Daniel Rohregger: Ja, aber ich würde natürlich auch gerne, wenn ich eh daheim bin und vielleicht ein YouTube Abo hab, YouTube Premium, würde ich vielleicht gerne das YouTube Video gerne auf der Brille schauen wollen, nebenbei beim Kochen.
Sabrina Göttlinger: Und wenn du in der Bahn bist, wenn du in der Bahn.
Daniel Rohregger: Bist, ja, ein bisschen, bisschen da das, das Video weiter schauen oder von mir ist auch ein Twitch Stream. Ja, also alles, was ich ja so auch auch am Handy machen kann. Ja, oder natürlich irgendwann. Wir denken an Microsoft zurück M365 Teams. Ja, wenn jemand, wenn wir im Teams Call sind, ja, ich meine, wir können es ja jetzt schon so nutzen wie AirPods oder wie Kopfhörer, ja, dass wir dann Teams Calls dabei sind. Ich sage jetzt mal, sehen wird man uns da nicht können, weil die Kamera nach vorne rausgeht, ja. das ist wieder so ein Use Case für die Vision Pro, die einem dann so ein, so ein, so ein emuliertes Gesicht gibt.
Daniel Rohregger: Ja, aber man könnte zumindest mal die Kamera anmachen, sagen hey, sorry, ich bin gerade draußen unterwegs und kann mal kurz hier ein bisschen was zeigen, ja, damit die Leute wissen, OK, man ist unterwegs und man könnte vielleicht trotzdem den freigegebenen Inhalt sehen in der Bahn oder, ne, ohne dass man die ganze Zeit das Handy halten muss und das ist doch ein geiler Use Case und das wär was, das würde ich mir wünschen. ich weiß nicht, ob das hardwaretechnisch mit der aktuellen Technologie hinhaut, dass es so offen wird, dass es so gut funktioniert, Video Livestreaming auch zu machen, ne, weil aktuell ist ja das Video, was man sehen kann, halt das, was man gerade mit der Kameralinse aufnimmt, da würde ich jetzt von irgendeiner, sag ich mal, einfach gesagt, einer direkten Verkabelung ausgehen, ja, also dass man das direkt sieht.
Daniel Rohregger: Dennoch würde ich mich sehr freuen, falls es irgendwann funktioniert oder dann eben Hardware gibt, wie von Google, die dann vielleicht sowas unterstützt.
Sabrina Göttlinger: Ich habe aber große Hoffnung, was Microsoft und Meta angeht, weil zu Zeiten von Metaverse sind die beiden ja in einer Kollaboration eingegangen. Also, es gibt ja auch viele Fotos mit Satya und Mark Zuckerberg, wo sie tatsächlich gesagt haben: ‘Hey, wir arbeiten da zusammen.’ Und da es ja jetzt mit Mesh nicht ganz so gut geklappt hat, kann es vielleicht sein, wenn es das ganze Thema Meta Ray-Ban Smart Glasses vielleicht größer wird man weiß ja, Microsoft baut eher weniger eigene Devices, sie haben zwar ihre Surfaces, aber der Handymarkt hat nicht so gut geklappt, dass sie dann sagen, OK, dann steigen wir in den Smart Glasses Markt mit ein und dass der Meta vielleicht wirklich für Microsoft zuerst die Plattform bisschen öffnet und vielleicht tatsächlich auch Teams integriert, weil tatsächlich auf den Meta VR Brillen gab es dann auch tatsächlich Mesh App und man konnte Teams nutzen?
Sabrina Göttlinger: Also das Kollaboration ist da.
Daniel Rohregger: Vielleicht anstatt dem Copilot+ PC die Copilot+ Glasses ja mit dem Copilot Knopf. Ich sag es dir, ich glaub, die würd ich mir noch schneller kaufen als die, als die.
Sabrina Göttlinger: Du rennst praktisch schon in den Store, gerade als die Metadisplay.
Daniel Rohregger: Genau, ich bin gedanklich schon im Microsoft Store und und und möchte das Geld rüberschmeißen. Ja, gefühlt, also das wär natürlich für mich der absolute Oberwahnsinn oder für uns auch, also das wär natürlich richtig, richtig cool, gerade dann auch, wenn man an an die an die Integration denkt. Ja, ich mein, wir haben ja generell eigentlich noch ’n noch ’n anderes Thema mal ansprechen wollen, ne? Sprechen mit KI ist ja das nächste eigentlich, ja, das ist ja auch das wieder und jetzt sich vorstellen können, über die Brille, auf über Copilot, auf Arbeitsinhalte zuzugreifen, das das wär geil.
Daniel Rohregger: Also das wär wirklich was, das würd mich, das würd mich sehr, sehr freuen.
00:33:51 – Kaufempfehlung, Zielgruppen & abschließende Learnings
Daniel Rohregger: Sabrina, hast du noch abschließende Gedanken, Wünsche, Ideen, die du vielleicht teilen möchtest zu diesem ganzen Thema Meta und Display und irgendwelche wichtigen Tipps oder die du noch mitgeben willst, dann ist jetzt die Möglichkeit.
Sabrina Göttlinger: Wie bei so vielen, überlegt euch wirklich, ist es was für mich, preistechnisch ist es auf jeden Fall noch ein Thema, wo man sagt, ja nee, kauft man sie jetzt nicht einfach mal so, überlegt euch gut, vielleicht helfen euch jetzt die Anreize, die wir heute gegeben haben, wie es wir, wie wir die Brillen nutzen, um eine Pro oder Contra Kaufentscheidung zu fällen. Ich kann sagen, ich bereue meine Kaufentscheidung auf keinen Fall, aber ich bin auch jemand, der super gern die neuen coolen Devices einfach mal austestet. Ich hoffe, dass das Thema bleibt, dass das Thema größer wird, dass das Thema weiterentwickelt wird.
Sabrina Göttlinger: Ich find das Thema Inklusion super, super cool. Also, wenn ihr vielleicht jemanden kennt mit Sehproblemen, Sehschwächen et cetera, Farbschwächen, gebt denen gern diesen Podcast weiter. Vielleicht ist es was, was ich hier weiterhelfen kann. Ansonsten, probiert das Thema gern aus. Ich möcht es gern, dass aus der Nische rauskommt und dann mehr Kollaboration, mehr Features kommen und ja, bleib neugierig.
Daniel Rohregger: Bleib neugierig, find ich auch und ja, ich bin gespannt, wie das ganze Thema weitergeht und wir werden es auch ausprobieren und ja.
Sabrina Göttlinger: Vielleicht in einem Jahr mal ein Update gibt, vielleicht.
Daniel Rohregger: In einem Jahr ein Update, Update, ja, was sich so getan hat, ja, wo wir wieder unser Geld rausgeschmissen haben für für für kleine Tech Gadgets, mal schauen. Ich sag wie immer vielen herzlichen Dank, wenn ihr mich oder Sabrina auf irgendeiner Konferenz oder so seht, dann fragt doch einfach mal, ob wir die Brille dabei haben, falls ihr mal ausprobieren wollt. Ich nehm die eigentlich immer irgendwie mit, weil es gibt meistens den Kollegen oder irgendeine Kollegin, die sagt, ach, habt ihr da eine Brille dabei, ich will unbedingt mal gucken, wie das mit dem Display aussieht und dann meistens Gelächter, aber ich kann nichts sehen, ich kann ein Foto von dir machen, das ist wirklich sehr sehr witzig und ja, also meine, meine Closing Remark ist eigentlich, ist aktuell schon ein enormer Helfer im Alltag, hm, für bestimmte Situationen wie im Urlaub sehr cool, als Daily Driver für mich noch nicht.
Daniel Rohregger: Ja, das ist, glaub ich, ganz klar, ist immer noch ’n bisschen Spielzeug, aber umso weiter das geht, umso besser kann sich es entwickeln und ich glaube, das ist ja auch was sehr viel von User Input getrieben wird, auch auch hier die Entwicklung weiter zu weiterzubringen.
00:36:03 – Outro, Dank & Einladung zum Ausprobieren
Daniel Rohregger: Deswegen, ja, probiert es aus. Wir sind sehr gespannt. Ich sag vielen Dank, dass ihr mit zugehört habt bei dieser Folge 365 Checkpoint. Ich hoffe, es hat euch gefallen. Wenn es der Fall ist, dann gebt gerne einen kleinen Daumen nach oben oder lasst ’n Kommentar da hier auf YouTube oder auf Spotify, wenn ihr seid. Ansonsten bewertet den Podcast auch gerne mit 5 Sternen. Und wenn ihr sagt, Mensch, ich will immer mehr von diesen Themen, M365, das ist super, KI und was auch immer, das interessiert mich, dann folgt doch gerne beziehungsweise abonniert diesen Podcast, um immer automatisch eine kleine Info bekommen zu bekommen, wenn eine neue Folge da ist.
Daniel Rohregger: Ich sag vielen Dank, Sabrina, dass du mit dabei warst.
Sabrina Göttlinger: Danke für die Einladung, hat mich sehr gefreut.
Daniel Rohregger: Ja, wie immer, ich wünsche euch einen angenehmen Tag. Auf Wiederhören.
Sabrina Göttlinger: Tschüss.
Orientierung
Kapitelmarken
- Intro: WhatsApp lesen ohne Handy & Einstieg ins Thema Smart Glasses
- Begrüßung & warum es heute nicht um Microsoft 365 geht
- Sabrina Göttlinger stellt sich vor
- Beide „nerden“ über Ray-Ban Meta & typische Fragen zu Smart Glasses
- Sabrinas Hintergrund: VR, AR, Metaverse – und wie alles begann
- Die Geschichte: Oculus Rift, Google Glass & der Weg zum Hype
- Metaverse, Corona & Microsoft Mesh – warum der Funke nicht übergesprungen ist
- Warum Smart Glasses den Sprung aus der Nische geschafft haben
- Sabrinas faszinierender Haupt-Use-Case: Fliegen & freihändig aufnehmen
- Videoqualität, Limitierungen & Technik der Ray-Ban Meta
- Alltagstauglichkeit: Fotos, Reisen, Sonnenbrille, Homeoffice
- Inklusion: KI-Übersetzung, Texterkennung & Unterstützung im Alltag
- Head-up-Display, Navigation & Live-Transkripte in der Praxis
- Akkulaufzeit, Ladecase & reale Erfahrung im Dauereinsatz
- Meta AI, Llama & Ökosystem – Chancen vs. Limitierungen
- Wunschliste: Teams, Copilot & offene Plattformen
- Kaufempfehlung, Zielgruppen & abschließende Learnings
- Outro, Dank & Einladung zum Ausprobieren
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