#61 Copilot Agent Hackathon – Von Idee zum Agent (mit Adrian Ritter und Thorsten Pickhan)
Einblicke und Erfahrungen mit Adrian Ritter und Thorsten Pickhan
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Kernaussagen
- Daniel Rohregger beschreibt den Agent Hackathon als Format, bei dem Kunden ihren eigenen Agent Use Case mitbringen und gemeinsam mit dem Team einen Agent aufbauen.
- Adrian Ritter nennt als technische Voraussetzungen einen Microsoft-365-Tenant, eine Copilot-Lizenz und eine passend konfigurierte Power Platform, weil Copilot Studio zur Power Platform gehört und Konnektoren für Drittsysteme nötig sind.
- Thorsten Pickhan empfiehlt für einen Hackathon nicht nur Techniker einzuladen, sondern auch die Menschen, die den Agent später einsetzen, weil sie die Anforderungen am besten beschreiben können.
- Thorsten Pickhan berichtet als seine Erkenntnis, dass man bei der Agent-Entwicklung nicht vorher weiß, was richtig ist, durchs Ausprobieren lernt und nach einem Irrweg mit einer neuen Idee neu baut.
- Adrian Ritter hält die Unterscheidung für wichtig, ob ein Anwendungsfall einen Agent, KI, einen Power-Automate-Flow oder beides braucht; der Agent kann etwa als Benutzeroberfläche dienen, während im Hintergrund Power Automate arbeitet.
Aus dem Transkript zusammengefasst, Stand der Folge vom 26. Februar 2026.
Shownotes
Darüber sprechen wir
In dieser Folge von 365 Checkpoint spreche ich gemeinsam mit Adrian Ritter und Thorsten Pickhan über unseren ganz eigenen Copilot Agent Hackathon – und was wirklich passiert, wenn fünf Expert:innen, sechs Use Cases und jede Menge Kreativität aufeinandertreffen. Wir nehmen dich mit von der ersten Idee über technische Hürden bis hin zum funktionierenden Agent.
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Themen:
Welche technischen Voraussetzungen ein Agent‑Hackathon wirklich braucht
Warum Mindset, Fehlerkultur und Kreativität wichtiger sind als perfekte Technik
Wie unterschiedliche Rollen (IT, Business, Kreative) zu besseren Ergebnissen führen
Welche typischen Herausforderungen bei Daten, Konnektoren & Power Platform auftreten
Warum viele Agent‑Use‑Cases erstaunlich ähnlich sind – und welche sich durchsetzen
Zu Gast heute:
Adrian Ritter und Thorsten Pickhan, beide Cloud Architekten, Microsoft 365 & Copilot MVPs sowie Hosts des Podcasts AI und Du.
AI & Du: https://open.spotify.com/show/47RodyKQksLiP5zi38FklB
Cloudkumpel Podcast: https://open.spotify.com/show/4JjtXneOWUCvZ1biMr1XvB
M365 Quick Tipps: https://www.youtube.com/@ThorstenPickhan
Adrian Ritter: https://www.linkedin.com/in/adrianritter/
Thorsten Pickhan: https://www.linkedin.com/in/thorsten-pickhan/
⏱️ Kapitelübersicht
00:00 – Intro & Begrüßung
00:50 – Was ein Copilot Agent Hackathon überhaupt ist
02:15 – Gästevorstellung: Adrian & Thorsten
04:30 – Welche technischen Voraussetzungen Kunden brauchen
07:20 – Die Rolle von Mindset & Fehlerkultur
10:45 – Unterschiede zwischen Agent Builder und Copilot Studio
13:00 – Warum viele Use Cases mit Power Automate enden
16:00 – Wie viel „Prozess“ eigentlich in KI‑Agents steckt
19:10 – Typische Stolperfallen: Datenanbindung, Konnektoren, DLP
23:00 – Realitätscheck: Erwartungen vs. echtes Kundenprojekt
26:20 – Kreativität, Energie & Dynamik der Gruppen
30:10 – Tipps für Unternehmen: interner Hackathon oder externe Hilfe?
34:00 – Pragmatismus statt Perfektion: Erstmal klein starten
36:00 – Abschlussstatements & Ausblick
Wenn dir die Folge gefallen hat, folge 365 Checkpoint, lass gerne eine Bewertung da und teile die Episode mit Kolleg:innen, die selbst Agents bauen wollen!
Transkript
Maschinell erstellt und redaktionell geprüft.
00:00 – Intro & Begrüßung
Daniel Rohregger: Einen Tag investieren und danach weißt du mit deinem Team genau, wie ihr KI in einem Agent im Unternehmen einsetzen könntet. Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein, aber genau so etwas haben wir gemeinsam gemacht. Das ist die Idee hinter einem Copilot-Agent-Hackathon. Was es bedeutet, was drin steckt und was wir so erlebt haben, das gibt es heute in einer Spezialfolge mit 2 ganz besonderen Gästen in 365 Checkpoint, deinem Podcast rund ums Thema Microsoft 365. Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge 365 Checkpoint und schön, dass du wieder mit dabei bist. Mein Name ist Daniel Rohregger, ich bin Cloud Architekt und Microsoft 365 Copilot MVP und bin wie immer dein Host.
Daniel Rohregger: Schön, dass du heute mit dabei bist. Ich habe heute 2 ganz besondere Gäste mit dabei, live vom Podcast AI und Du sind dabei Adrian Ritter und Thorsten Pickhan. Ich würde alphabetisch anfangen und sagen: Herzlich willkommen, Adrian. Schön, dass du mit dabei bist. Bitte stell dich kurz vor und gib uns gerne einen kurzen Einblick in deine eure Podcasts.
Adrian Ritter: Hi Daniel, ja danke für die Einladung und dass ich dabei sein kann, dass wir dabei sein können. Ja, wie du schon gesagt hast, wir sind auch so ein bisschen Podcast mäßig unterwegs, aber vielleicht fangen wir mal bei mir an. ganz bescheiden, nein, ich bin ebenfalls Cloud Architekt, was ein Zufall, und MVP für M365 Copilot und Microsoft Teams und ja, Podcast mäßig mach ich mit dem Thorsten zusammen den AI und Du Podcast, wo wir uns ja eigentlich auf Copilot in Microsoft 365 fokussieren, haben aber auch noch so ’n paar andere Community Aktivitäten mit dem Marvin zusammen, machen wir Cloudkumpel und mit dem Thorsten, die Teams User Group, dem Standort Bochum.
Adrian Ritter: Aber ja, ich will nicht zu viel sagen, Thorsten kann ja auch noch was dazu erzählen, ne?
Thorsten Pickhan: Thorsten, ist das so, ist das? Ja, Daniel, vielen, vielen Dank für die Einladung. Freu mich sehr, wieder dabei zu sein, vor allen Dingen so spontan. Und ja, mein Name ist Thorsten Pickhan, auch Cloud Architekt MVP für Microsoft 365 und Themenschwerpunkte, ähnlich wie beim Adrian Teams und Copilot. Und ja, AI und Du Podcast habt ihr ja schon gehört, habt ihr schon gehört. Dann habe ich noch das Talk M365 Format mit Michael Plettner, wo wir grundsätzlich alle 2 Wochen so über was bewegt gerade die Microsoft 365 Welt reden. mal mehr Copilot, mal weniger Copilot, das lässt sich nicht mehr so als Thema ganz vermeiden.
Thorsten Pickhan: Und ja, den, das hat der Adrian schon hervorragend mitgegeben. Ach so, und was, was ich nicht vergessen darf, natürlich, ja, das ist das YouTube Gelumpe, was ich da noch so mache mit dem Quicktipp jeden Donnerstag. Also, wenn ihr Anwendervideos braucht, jeden Donnerstag seit 3, 4 Jahren, 5 Jahren, glaube ich jetzt schon, das ist irre. das muss man aufhören, muss man aufhören damit?
Daniel Rohregger: Ja, ihr findet natürlich, nein, nein, machen wir nicht, wir hören heute nirgendwo auf, sondern wir fangen heute erst richtig an. Ihr findet natürlich alle Verlinkungen und Informationen zu den anderen Kanälen unten in den Shownotes.
00:50 – Was ein Copilot Agent Hackathon überhaupt ist
Daniel Rohregger: Wir haben heute ein Thema dabei, nämlich, Hackathon, Agent Hackathon, wir haben sowas gemacht, wir durften sowas gemeinsam machen im Rahmen unserer unserer Haupttätigkeit. Ja, wir sind tatsächlich nicht hauptsächlich Podcaster, leider, wenn ihr das ändern wollt, dann bitte abonnieren und kommentieren und fleißig, dass wir das bloß noch hauptberuflich machen können. Aber wir haben gemeinsam in einer noch größeren Runde, insgesamt waren wir 5 Leute, haben wir einen einen Hackathon gemacht, einen Agent Hackathon und hatten dazu auch Kunden eingeladen, die quasi ihren Agent Use Case mitgebracht haben, und es hat tatsächlich schon wirklich ganz gut funktioniert. Wir sind auch vielleicht hier Spoilerwarnung noch nicht ganz fertig damit, sondern das läuft auch noch.
Daniel Rohregger: Aber ich fand es eigentlich schon so cool und so spannend, dass ich mir gedacht habe: “Mensch!” da könnte man eigentlich schon mal drüber reden, weil es wirklich was ist, was glaub ich ’nen Mehrwert hat. Ja, also wir gehen jetzt so ’n bisschen vom Setting davon aus, wir sind jetzt nicht komplett neu mit KI, sondern wir haben schon ’n bisschen Ahnung von zumindest wie Copilot vielleicht funktioniert, dass man ’n bisschen prompten kann und jetzt kommt man eben aufgrund diesen ganzen Agent Themas zu dem Thema Agent und sagt, Mensch, wir müssten vielleicht mal unseren Teams, unseren Businessprozess da irgendwie umbauen.
04:30 – Welche technischen Voraussetzungen Kunden brauchen
Daniel Rohregger: Vielleicht mal so in in in Richtung Adrian, wenn du so überlegst, was muss so ’n Kunde mitbringen, bevor er jetzt mit diesem Hackathon startet? Also vielleicht auch bisschen technischer Natur, aber auch vielleicht so vom Mindset her, was sollte so ’n Kunde auf so ’nen Termin mitbringen?
Adrian Ritter: Ja, wenn wir mal bei den technischen Voraussetzungen anbelangen, anfangen, was ja in in der Regel etwas einfacher sein dürfte als ’nen Mindset, sind es ja einfach die die Voraussetzungen, die ich halt habe, um um Agents zu erstellen. Also mal vielleicht angefangen mit einem M365 Tenant, das dürfte klar sein, einer entsprechenden Copilot Lizenz, das dürfte vielleicht auch noch klar sein. Aber wo es dann jetzt vielleicht schon zu einer Herausforderung wird, ist ’ne entsprechend konfigurierte Power Platform, weil wir uns ja im Copilot Studio bewegen, wenn wir über Agents sprechen. und Copilot Studio, auch wenn der Name das nicht mehr so wirklich verrät, ist Power Platform und wir haben da halt massive Abhängigkeiten in die Administration der Power Platform und da müssen halt eben die Voraussetzungen erfüllt sein, dass ich halt Agents bauen kann und wenn es um Integration von Drittsystemen geht, ich halt auch in der Power Platform die Möglichkeit habe, die Konnektoren für die entsprechende Integration zu nutzen.
Daniel Rohregger: Genau, das war natürlich auch was ganz Spannendes, weil wir wollten am Ende ja nicht nur, ich sag jetzt mal, Sachen bauen. Ne, du hast gerade schon gesagt, Copilot Studio. Also man kann ja prinzipiell auch Agents im Agent Builder bauen, da braucht man tatsächlich viel, viel weniger technische Vorbereitungen. Aber da, wo es dann, sag ich mal, spannend wird, da wo wir auch gerade dann an an externe Systeme vielleicht rankommen wollen, dazu brauchen wir Konnektoren. Und genauso, das technische Setup war auch nicht ganz einfach, ne? Also wir sind auch das ein oder andere Mal drüber gestoßen oder drüber gefallen. dass dann auch was nicht vorhanden war, dass ja ’n ’n ’n Connector nicht da war, dass irgendwie, ich glaub die DLP Policies, die würden da dazwischen funken, ne, wenn man die entsprechend scharf eingestellt hat, ja, sehr spannend.
Daniel Rohregger: Thorsten, die die Leute, die da mit dabei sein sollten, unabhängig von der Technik, wären, wen haben wir da dabei gehabt, respektive wen würden wir das Ganze noch mal machen, würden wir uns denn da wünschen, welche Art von Personen dort dort anwesend sind?
Thorsten Pickhan: Das fand ich tatsächlich sehr interessant, dass es ein sehr, also alleine schon dadurch, dass wir verschiedene Kunden hatten, hatten wir natürlich verschiedene Anforderungen, verschiedene Mindsets, auch wie du gerade so schön gesagt hast. Und von den Personen pro Unternehmen fand ich es sehr gut ausgewogen, was wir hatten. Wir hatten eben zum einen die Techniker dabei, die dann eben helfen können, wenn technische Voraussetzungen noch nicht da sind, aber dann auch die entsprechenden Möglichkeiten haben, diese technischen Voraussetzungen zu schaffen. Auf der anderen Seite hatten wir dann aber auch eben Leute dabei, die sich schon mal mit AI beschäftigt haben oder komplett aus dem Business kamen, gar nicht so viel mit der Technik zu tun hatten, sondern einfach die Idee mitgebracht haben, den Prozess erklären konnten, den sie optimieren wollten und das zusammen war die perfekte Melange, wie man so schön sagen würde, ne, um ja, ein ein coolen Agent von der Grundidee zumindestens her zu gestalten.
Thorsten Pickhan: Ja, und so würde ich es eigentlich jedem jedem da draußen empfehlen, der ein Agent Hackathon oder Hackathon grundsätzlich macht, eben nicht nur zu gucken, dass wir die Techniker mit Deep Know-how am Tisch haben, sondern eben auch die Leute, die am Ende des Tages den Agent einsetzen sollen, weil sie am besten beschreiben können, was die Anforderungen sind und wo die Reise hingehen soll. Aber vielleicht auch jemand Kreatives, der mal um 5 Ecken denkt, um um das Bestmögliche rauszuholen.
07:20 – Die Rolle von Mindset & Fehlerkultur
Daniel Rohregger: Und ich würde also absolut hundertprozentig, würde sogar da noch dann dann quasi so so ’n bisschen vom Mindset her vielleicht noch anfügen, was dann ganz ganz wichtig ist, dieser Hackathon ist dann am Ende ja tatsächlich nur ’n toller Auftakt, ne? Man braucht dann auch jemanden, der wirklich sagt, hey, da claim ich mich auch dahinter und dann nehm ich mir dann auch im Nachgang die Zeit, das Ganze, das Ganze weiter zu verfeinern, das Ganze weiter auszuarbeiten. Dann am Ende kommt man nicht bis bis bis zum Ende, sondern man hat ’nen ’ne Auftaktveranstaltung. Vielleicht sprechen aber auch gleich drüber, wie so der grobe Ablauf war und und nach der Auftaktveranstaltung ist dann auch jeder noch selber irgendwo in der Pflicht, in seinem Agent, in seinem Ecosystem, mit seinen Daten weiterzumachen.
Daniel Rohregger: Wenn wir mal gemeinsam zu dritt so zusammen werfen, wie ist dieser Tag abgelaufen, beziehungsweise wir haben eigentlich diesen einen Tag auf 2 Tage aufgeteilt, damit es ’n bisschen lockerer war. Das Ganze begann mit einer kleinen Begrüßung und dann hatten wir ’ne Keynote, Thorsten, ne, die Keynote war von einer Kollegin von Microsoft direkt und die fand ich wirklich ganz, ganz spannend. Da ging es so ein bisschen um das Thema Fehlerkultur. Das war der Hammer, ja, erinnerst du dich jetzt dran?
Thorsten Pickhan: Ja, ja, also das, das ist mir, das ist mir kleben geblieben und ich weiß gar nicht, wie häufig es meinen Leuten, also wir haben es ja dann hinterher aufgeteilt, jeder von uns hat ja einen Kunden betreut und bei mir im Team, ich weiß nicht, wie häufig es dann noch den den gleichen Tag und auch am nächsten Tag gesagt habe, ist halt das, was ich für mich mitgenommen habe, auch wenn wir eben dann in der Entwicklung des Agents feststellen, da kommen wir nicht weiter, das ist ein Fehler, sind wir falsch abgebogen, nicht die Flinte ins Korn werfen, sondern Krönchen richten, neue Idee überlegen und wieder neu bauen.
Thorsten Pickhan: Und ich glaube, das ist tatsächlich, also das hab ich für mich mitgenommen, für die Agent Entwicklung, es gibt halt kein, kein richtiges, also du, du weißt nicht vorher, was falsch richtig ist, sondern du musst es einfach ausprobieren und durchs Ausprobieren erfährst du dann, ob es korrekt ist oder nicht und es ist für alle Neuland. ja, also dieses typische, wie haben es denn andere Kunden gemacht, funktioniert fürs Grundprinzip, aber nicht für die Architektur als solche und und für alle von uns ist es aktuell Neuland und ja, Krönchen richten, aufstehen und noch mal neu ansetzen.
Daniel Rohregger: Ich glaube, ich glaube, man kann also für mich immer ’n bisschen der Vergleich, das ist keine Exchange Migration, ne, das ist nicht oder oder ’n Exchange Server Upgrade, ne, da musst du nicht die folgenden 15 Befehle davor reinhacken, damit das Ganze dann sauber durchläuft, sondern es gibt einfach viel mehr Variablen. Ja, danach, Adrian, ging so ’n bisschen in die Richtung, Wissensvermittlung, auch was wir gemacht haben, dass wir auch so, sag ich mal, wir haben, wir haben keine Keynote in dem Sinne gehalten, aber wir, wir haben gemeinsam so ’n bisschen auch ’nen Einblick gegeben, so in welche Agents haben wir schon entwickelt, was lief vielleicht gut, was lief vielleicht schlecht, was ist dir da noch so im Kopf geblieben, was eigentlich so die wichtigsten, die wichtigsten Sachen waren aus diesen, ja, aus diesen Learnings.
Adrian Ritter: Ja, also ich sag mal, wir haben ja relativ viel, so sag ich mal, so Allgemeinplätze auch bedient, einfach um dafür zu sorgen. Ich glaub, das ist auch noch mal ’n wichtiger Punkt, dass wenn wir, wenn wir ja schon gehört, ne, es war relativ bunt gemischte Audience, die halt teilgenommen hat, dass man einfach noch mal so ’n Punkt setzt, wo wo man alle versucht auf ein Level zu bringen, ne, oder zumindest, also ne, ganz will man es vielleicht nicht schaffen, aber dass alle alle Themen schon mal so gehört haben. Und das, das war ja Ziel so von unserer von unserem Impuls, sag ich mal, und letztlich glaub ich, war war es noch mal wichtig drüber zu sprechen, welche welche Eingabeformate so ’n Agent jetzt eigentlich erwartet oder womit er am besten umgehen kann, ne?
Adrian Ritter: Also angefangen von. Wie prompte ich, du sagst es ja immer so schön, ne, einfache Aufgaben erfordern einen einfachen Agent oder dementsprechend auch Systemprompt und komplizierte Aufgaben, einen oder komplexe Aufgaben, einen komplexen Systemprompt oder hab ich es richtig zitiert, ich hoffe sinngemäß zumindest. Und also da dabei begonnen und dann aber ja übergreifend auf, mit welchen Dateiformaten arbeiten wir denn, ne, also nehmen wir halt ’ne Excel Tabelle oder ’ne CSV Datei, nehmen wir ’n PDF oder doch ’ne Textdatei und und so weiter. Ja, also ich glaub, das das hat dann im Nachgang alle zumindest in Teilen noch mal wieder beschäftigt, wie man denn jetzt Daten bereitstellt für ’nen Agent.
Daniel Rohregger: Ja, weil es ist, es ist ja auch das Ziel. aus diesem Termin rauszukommen oder aus diesem Hackathon rauszukommen und was Vorzeigbares zu haben, ne. Und wenn jetzt halt irgendwo am Ende dieser Agent funktionieren soll mit einer hochkomplexen Datenbankanbindung, das hast doch du machen dürfen, die On-Premlinke zum Beispiel, glaub ich, Adrian, ne. Also, ne, das ist dann nicht so, das ist dann natürlich gar nicht so einfach und damit haben wir eigentlich dann auch gar nicht, wenn das funktioniert, Gar nicht bewiesen, wenn diese Datenanbindung funktioniert, dass dann der Agent funktioniert, sondern nur, dass die Datenbankanbindung funktioniert. Und das ist eigentlich gar nicht das Ziel, weil wir wollen ja keine Datenanbindung testen, sondern wir wollen eigentlich einen coolen Agent bauen.
Daniel Rohregger: Ne, deswegen geht es da so ein bisschen, ja.
Adrian Ritter: Also das, das ist, das ist halt ’n ganz gutes Beispiel, ne, weil da ist diese Datenbankanbindung ist sozusagen das Exchange Server Upgrade, ne, weil da gibt es halt ’n Kochrezept, was muss ich halt machen, um den On-Prem, das On-Prem Gateway bereitzustellen und die Daten dafür da drüber abzurufen. Ja, auch da gibt es noch Überraschungen, die Microsoft einem da dann manchmal bereithält, aber im Vergleich zur eigentlichen Agententwicklung ist das halt vorhersehbar und eigentlich vollkommen klar, was zu tun ist.
Daniel Rohregger: Ja, absolut, ja, aber das ist natürlich dann, ne, also das ist natürlich super, wenn es auch gleich funktioniert und auch natürlich ’n wichtiger Part, aber zum Schluss oder am am Ende geht es uns ja erstmal darum zu sehen, diese Idee, die wir haben, die funktioniert und die, die bietet ’nen ’nen Mehrwert. Ja, auch der, der, der Agent kann mit den Daten umgehen, das was er machen soll, das, das tut er auch und dann geht es ja, sag ich mal, nachdem man diese grobe Architektur habt, tatsächlich dann weiter in die, in die Verfeinerung. Ja, Thorsten, wie, wie du warst ja, du warst ja, sag ich mal, das erste oder das erste Mal so richtig tief in so einem Agent Projekt mit dabei.
Daniel Rohregger: Wie war das für dich da so, so das erste Mal so richtig, da so auch mit reingeworfen zu werden, auch gerade mit Kunden. Man hat ja selber bisschen probiert und man hat selber auch schon Erfahrungen gesammelt, hat sich auch bisschen, ja, das Thema ist ja omnipräsent, ne. Aber wie war denn dann so die erste, das erste Mal so dieses Aufeinandertreffen, so die Realität, jetzt sitzt da der Kunde und jetzt müssen wir gemeinsam ’nen Agent bauen.
Thorsten Pickhan: Tatsächlich war es gefühlt so ’n Throwback um 15 Jahre, als ich das erste Mal beim Kunden gewesen bin, um ’ne Lync-Implementierung zu machen, weil du kannst halt viel, das das werden viele kennen da draußen, glaube ich, du kannst halt viel für dich in der Theorie durchspielen und versuchen und das auch halbwegs in die Praxis bringen, ein Kundenszenario, ein Live-Szenario ist noch mal eine ganz andere, eine ganz andere Situation und das war schon spannend. Du meinst so nach dem Thema, es soll nicht überheblich klingen, aber jetzt hast du schon sehr, sehr viel Berufserfahrung, was soll noch passieren und dann kommt ein AI Agent Hackathon um die Ecke und dann sagst du ja OK, noch mal eine andere Baustelle.
Thorsten Pickhan: Also auch das war für mich eine Erkenntnis. Copilot im Daily Business ist halt ’ne andere Nummer als ein Agent zu bauen.
13:00 – Warum viele Use Cases mit Power Automate enden
Daniel Rohregger: Ja, ja, ja, vor allem, weil wir da wirklich halt sehr prozessfokussiert teilweise sind, ne. Also das ist eben nicht nur, nicht nur bisschen, ja, KI und ’n bisschen helfen da. Also das ist dann auch wirklich, finde ich, also auch für mich das Schwierig zu sagen, OK, ganz oft merkt man auch, hm, Es ist eigentlich ganz oft gar keine KI, sondern eigentlich ist ganz viel von diesem oder ganz oft bei diesen Agents steckt eigentlich dann Power Automate drin oder oder oder irgendwie was, was ja deterministisches, was immer wieder abläuft, ne? Aber am Ende sagen wir ja, der Copilot ist mein persönlicher Helfer auf der linken Seite und hilft mir ad hoc in dem Moment, wo ’ne Aufgabe kommt. und dann eigentlich schon in der Logik, dann dann gibt es noch die Geschäftsprozesse, die wir jetzt mit KI machen wollen und das Schöne ist, bei Geschäftsprozessen steckt das Wort Prozess ja schon drin, ne.
Daniel Rohregger: Also das heißt, da merkt man auf einmal und deswegen passt es auch so gut, dass der Adrian gesagt hat, wir sind ja hier in der Power Platform und der Power Platform lebt ja auch zum Beispiel Power Automate und also ich muss sagen, jetzt mal auch unabhängig von diesem konkreten Hackathon, merke ich immer, wenn wir über diese Agents nachdenken und und über Agents sprechen, landen wir ganz oft bei Flows oder bei Abläufen, wo Agents irgendwas tun und irgendeine Entscheidung treffen. Aber es sind zumals Prozesse und ich glaub, das ist auch so ein bisschen wie wir vielleicht unsere Art von von Denkweise auch ein bisschen ändern müssen.
Daniel Rohregger: Ich mein, diese diese Agents gibt es auch, die sag ich mal, die die die erweiterten Chat Agents, ja, da wo man wirklich schön viel schreiben kann, aber auch die stoßen oft wiederum Prozesse an. Also das heißt, es ist ganz ganz wichtig, diese diese Verheiratung zwischen zwischen der. Power Platform Power Automate, den Prozessen und diesen Agents. Also das ist ganz, ganz, ganz wichtig.
16:00 – Wie viel „Prozess“ eigentlich in KI‑Agents steckt
Thorsten Pickhan: Ich, ich fand es halt auch mega spannend zu sehen, wie viel tatsächlich am Ende auch in der Entwicklung, also wie kompliziert man als Mensch denkt und meint, man braucht jetzt da wer weiß was für ’n Prozess und dann haust du ’n ganz simples Ding in ins Copilot Studio rein, so als Test und du merkst, das ist alles schon fertig. Also ich brauch gar nicht so ein Monsterprozess aufbauschen, sondern es ist, es ist halt AI, es denkt halt für uns in bestimmten Teilen mit und liefert schon die Lösung, ohne dass wir jetzt ja Rocket Science brauchen, eigentlich.
Daniel Rohregger: Das ist, nee, bitte, das ist die Aufgabe, ne, also das ist dann schwierig, das dann wiederholbar zu machen, ne, weil es ist dann oft immer so ’n bisschen so ’n so ’n Coinflip, ne, du gibst das rein, ne, so tolle, tolles Ergebnis, aber dass das Ergebnis nicht nur toll ausschaut, sondern auch wirklich dann inhaltlich gut ist und das immer wieder, das ist so ’n bisschen, find ich, dann die die Challenge gewesen, auch ja.
Adrian Ritter: Ja, mir ist noch mal noch mal so aufgefallen, so diese, ja, also ist, glaub ich, ’ne ganz wichtige Unterscheidung, also zu erkennen, wann brauch ich wirklich ’nen Agent oder wann brauch ich KI und wann brauch ich einfach ’nen Power Automate Flow, Und wann brauche ich beides? Ich glaube, das eine ist ja, dass man den Agent als, ich sag mal, als Benutzerinterface sieht oder auch als Benutzerinterface handhabt, ne. Also da geht es dann halt mit dem Schwerpunkt einfach auf den um den um den Chat und dass ich halt irgendeinen Prozess über den Chat initiiere und vielleicht war es das dann schon und alles was im Hintergrund passiert ist dann halt Power Automate.
Adrian Ritter: Und dann gibt es halt die Variante, dass halt Power Automate wiederum an bestimmten Stellen halt KI verwendet um Entscheidungen zu treffen, weil es halt irgendwie nicht deterministisch geht oder man halt ne irgendwie ’ne generative Herangehensweise benötigt und last but not least einfach die Variante, dass das eben komplett ja beispielsweise über den Systemprompt generativ ist. Aber diese diese unterschiedlichen Varianten gibt es und Was, was ich jetzt halt ganz spannend fand, weil ich das so von der Seite noch nicht so richtig zugegebenermaßen gesehen habe, vielleicht mal abgesehen von Power Automate, ganz isoliert betrachtet, ist dass in unserem Use Case ja am Ende eigentlich die Benutzerinteraktion gar nicht stattfinden wird über ’nen Chat.
Adrian Ritter: Also wir haben ’ne KI Komponente, die halt notwendig ist und wir haben auch ’nen Agent im Hintergrund, keinen Flow, also auch ’n Stück Flow, aber ne, also das Heavy Lifting macht schon der Agent. aber kein Interface, was jetzt chatbasiert ist, wo ja eigentlich alle im Moment dran denken, wenn sie an Agent denken oder an Copilot denken. Ja, und auch das braucht man nicht. Also, wenn man ’n Use Case hat, das direkt in seine in seine Applikation zu integrieren, was soll ich dann manuellen Prompt absetzen?
Daniel Rohregger: Ja, ja, absolut richtig, absolut richtig. Normalerweise mache ich an dieser Stelle immer Werbung, dass ihr dem Podcast folgen sollt. Das mache ich natürlich diesmal nicht, sondern wenn ihr jetzt zugehört habt und euch denkt, boah, das ist ja ganz schön spannende Themen, die die da besprechen, da würde ich gerne mehr drüber lernen, dann könnt ihr das tun, nämlich es wird ein kostenfreies Community Event geben am 14.4. Thorsten und der Name lautet?
Thorsten Pickhan: Copilot Community Conference.
Daniel Rohregger: Genau, ihr habt es schon mal letztes Jahr vielleicht gehört, die Copilot Community Conference ist wieder zurück in einem neuen Format beziehungsweise in einem Frühlingsformat, nämlich wird unser erster oder unsere zweite Version im April auf Englisch sein. Aber das heißt für euch nur mehr Content, mehr Speaker, denn wir haben nicht mehr nur 3 Tracks, sondern Adrian, wir haben jetzt 4 Tracks, 4 Tracks und die 4 Tracks sind Adoption User, Admin und Agents natürlich, Agents ist klar, ne. Das heißt, ihr könnt euch jetzt anmelden, ihr, ich verlinke natürlich zu der Webseite, die übrigens der der Adrian mitgestaltet, mitgebaut, mit mit übersetzt hat und der Thorsten natürlich auch.
Daniel Rohregger: Und wir haben jetzt übrigens auch passend zum Thema heute einen Copilot Agent auf der Webseite. Ja, also wenn ihr wollt, spielt doch mal ’n bisschen damit rum, die Anmeldung ist jetzt offen. CoCoCo, wer es schon vermisst hat, wir haben es sehr vermisst, deswegen freuen wir uns riesig, dass es wieder da ist im April.
Thorsten Pickhan: Also, die Anmeldung ist offen und wer nicht vergessen, liebe Grüße an die Tanja, für den, was du machst.
Daniel Rohregger: Liebe Grüße natürlich. Ja, also an an Tanja, wir müssen irgendwann noch eine Spezial Ausgabe zum Thema Copilot Community Conference machen. Aber weil das ganze Thema neu ist und nicht mehr so viel Zeit ist, deswegen jetzt anmelden, jetzt Plätze sichern, denn wer weiß, wie viel noch verfügbar sind. Und ich würde sagen, wir gehen zurück ins Thema und ja, freuen uns, wenn ihr euch anmeldet bei CoCoCo. Ja, wir werfen mal ’nen Blick, ich schau mal so in Richtung Thorsten, am am Ende des ersten Tages oder machen wir vielleicht sogar am am Ende des zweiten Tages, wie seid ihr da auseinander gegangen in eurer Gruppe nach dem Hackathon?
Thorsten Pickhan: Wir sind auseinander gegangen, dass wir ’n erstes Grundkonstrukt von dem Agent hatten, dass wir ’nen Agent auch tatsächlich schon soweit hatten, dass er per Chat funktioniert hat. also die Aufgabenstellung war, dass wir eben ein internes IT Knowledge abfragen wollten, um so ein bisschen Support Hotline zu entlasten. Das war so die Idee, was auch gleichzeitig die Herausforderung ist, weil wir nämlich jetzt als nächstes daran bauen, wie wir Telefonie in diesen Agent integriert bekommen. Und das war die Aufgabenstellung, wo wir dann nach 2 Tagen rausgegangen sind. Das heißt, der Kunde hat sich drum gekümmert oder ja doch, hat sich ja drum gekümmert, wie kriegen wir die Telefonie da rein, hat noch ein bisschen an dem Agent rumgebaut und ja, wir sind jetzt regelmäßig im Austausch, einmal die Woche treffen wir uns, tauschen auch neue Ideen aus, auch das fand ich jetzt spannend, erst gestern war wieder so ein Meeting, wo wir dem Agent noch mal komplett neue Funktionen, zumindestens von der Idee her, beigebracht haben.
Thorsten Pickhan: Mal gucken, ob es dann auch technisch umzusetzen ist, aber die Kreativität ist einfach, die Energie und die Kreativität, die bei so so einem Hackathon rauskommt, fand ich einfach Hammer. Ja, so sind wir eigentlich rausgegangen, bin schon gespannt, werden wir dann die Vorstellung machen, irgendwann mal.
Daniel Rohregger: Ja, stimmt, da sprechen wir auch gleich noch drüber.
19:10 – Typische Stolperfallen: Datenanbindung, Konnektoren, DLP
Daniel Rohregger: Adrian, wie seid ihr so rausgegangen aus dem, aus dem, erst den ersten 2 Tagen?
Adrian Ritter: Also, ich glaub, die die größte Herausforderung war erstmal das On-Prem Data Gateway an den Start zu bringen und da halt die die Anbindung herzustellen. Also beim Custom Connector letztlich also eigentlich kein Agent Thema im im eigentlichen Sinne, aber halt Infrastrukturvoraussetzungen zu zu erfüllen, ne, was halt ohne das geht es am Ende halt auch nicht. Das hat dann funktioniert. Wir konnten Daten abrufen, auch über den Agent. Also eigentlich schon, also wir waren, glaub ich, alle ’n bisschen überrascht, wie weit wir gekommen sind. Ja, es es war noch nicht 100% und es hakt noch an verschiedenen Stellen, aber letztlich konnte man eigentlich schon sagen, na ja, es ist absehbar, dass das wohl funktionieren wird, was wir vorhaben.
Daniel Rohregger: Mhm, cool.
23:00 – Realitätscheck: Erwartungen vs. echtes Kundenprojekt
Daniel Rohregger: Bei uns war es tatsächlich in meiner Gruppe so ’n bisschen die die Ernüchterung am ersten Tag, weil also wir haben schon gesehen, es funktioniert und wir waren aber, wir, wir haben ’ne sehr komplexe Aufgabe, also wir haben, wir haben quasi für den Agent eine sehr komplexe Aufgabe, ja, weil der Agent eigentlich gar nicht so viel mit Orchestrierung zu tun hat, sondern der muss quasi ’ne sehr rechtssichere Analyse von sehr komplexen Vertragsdokumenten machen, dass das ’n bisschen, ja, schon nicht so einfach, weil wir teilweise auch aufgrund von Dokumentenlängen an an Limit gestoßen sind, die man zum Beispiel hochladen kann.
Daniel Rohregger: Seitenzahlen, also über 150 Seiten, haben wir versucht und das hat einfach nicht funktioniert. Und dann haben wir tatsächlich gemerkt und das war dann irgendwie positiv, aber auch negativ, dass wir, als wir diesen Agent dann einfach nachgebaut haben, nicht im Copilot Studio, sondern als Agent Builder Agent, der natürlich mit ganz anderen Möglichkeiten daherkommt, von Microsoft vorgefüttert, ’n anderer Orchestrator, das andere Modell, dass da auf einmal was richtig, richtig Tolles rauskommt. Ne, also man hat schon gesehen, OK, der Weg und die KI, die die Technik ist schon da, die es kann. Es ist aber aktuell noch so ’n bisschen die technische Verfügbarkeit von den Tools und auch die die Qualität, in der wir sie quasi ansteuern, ist noch nicht so gegeben.
Daniel Rohregger: Also war zum einen quasi ’ne Mischung da, also es war irgendwo motivierend und zu sehen, OK, es geht auf jeden Fall, aber wir sind technisch mit unserem aktuellen Ansatz wahrscheinlich irgendwo nicht ganz auf dem richtigen Weg, weil wir mit den Modellen, die da verfügbar sind und mit der Art und Weise, wie wir ja in Copilot Studio da diese Dokumente jetzt einfach hinterlegen können, ohne sie jetzt davor, ne, das den Weg gehen wir jetzt dann irgendwo noch extrahieren über Azure und über verrückte Sachen, in die ich mich einarbeiten darf oder muss, zu machen, haben wir gehofft, dass wir das nicht tun.
Daniel Rohregger: Aber so waren wir da ja ’n bisschen auf dem Weg, dass wir gesagt haben, OK, da müssen wir wohl noch was machen. Ja, also wir hatten eigentlich schon einen funktionierenden Prozess, einen funktionierenden Agent, aber eben gleichzeitig aufgrund der Anforderungen, die wir in Richtung Qualität und Rechtssicherheit hatten, haben wir gesagt, na da ist schon noch auf jeden Fall, auf jeden Fall Luft nach oben. Ja, ja, krass.
26:20 – Kreativität, Energie & Dynamik der Gruppen
Daniel Rohregger: Ja, wie Wie habt ihr so generell die Stimmung untereinander wahrgenommen, vielleicht auch mal also für alle, die die die logischerweise nicht dabei waren, die hier nur zuhören, es waren quasi so insgesamt waren es 5 Kunden, die haben insgesamt 6 Cases mitgebracht, die Kunden kannten sich aber auch untereinander nicht, aber es war doch ein sehr offenes Format. Thorsten, wie hast du so die die die ganze Stimmung da wahrgenommen?
Thorsten Pickhan: Also es war ausgelassen, es war ein offener Austausch, wie du schon gesagt hast und das fand ich also es ist auch nicht überall so. Ich glaube, es war tatsächlich auch das Thema, dass es jetzt nicht 20 Kunden oder 40 Kunden gewesen sind, sondern eben limitierte Anzahl. Und ja, es ergab sich relativ schnell schon am zweiten Tag, am zweiten Tag, als wir gestartet sind, da gab es so eine kurze Vorstellungsrunde im Sinne von, wo steht ihr gerade und wo seid ihr mit eurem Agent. Auch am ersten Tag haben wir eine Vorstellungsrunde gemacht, wo kommt ihr her. und da kam schon Aktivität auf, dass eben die Kunden gefragt haben, ach OK, eure Idee des Agents hört sich gut an, haben wir auch schon drüber nachgedacht, lasst uns mal in Kontakt bleiben und genauso am zweiten Tag waren ein, es war ein offener Austausch und man hat sich gegenseitig zugehört und und hat Ideen gegeben.
Thorsten Pickhan: Also ich fand es großartig, es war, wie ich gerade schon sagte, sehr viel Energie und Kreativität tatsächlich im Raum, das hat mich, hat mir sehr gut gefallen.
Daniel Rohregger: Ja, also kann ich nur, kann ich nur, nur beipflichten, fand ich ganz, ganz genauso. Adrian, wie hast du es so wahrgenommen? Was war auch so bisschen vielleicht dein, dein Fazit von diesen, von diesen 2 doch sehr intensiven Tagen?
Adrian Ritter: Ja, ja, also ich glaub, die, die wesentlichen Punkte wird Thorsten schon schon gesagt, du hast sie bestätigt. Ich fand es, ich fand es natürlich auch schön, dass das einfach Austausch und auch Interesse gegenüber den den anderen Use Cases halt da war, ne. Also dann, man, man hat halt auch wieder so gemerkt, ne, wir haben es ja schon gesagt, so ist für uns alle Neuland und das hat man halt immer gemerkt, so. Also das, das Neuland bedeutet ja nicht nur, dass wir alle noch was lernen müssen, sondern auch, dass es natürlich interessant ist und man offen dafür sein sollte, wie, wie wie andere mit den Herausforderungen und den Themen halt umgehen und das ist da, find ich, auch sehr schön deutlich geworden und halt auch einfach, wie wie unterschiedlich halt die Use Cases sind beziehungsweise auf der anderen Seite, das ist schon, hatte ich den Eindruck, auch Themen gibt, die sich, die sich wiederholen.
Adrian Ritter: Ja, also das halt, das ist halt schon so, man könnte wahrscheinlich, könnten wir demnächst mal ’ne Session machen zum Thema, was sind denn jetzt so die Klassiker, ja, also das, das hatte ich schon das Gefühl, dass sich das so ’n bisschen abzeichnet. Ja, also gerade vielleicht das Thema Helpdesk irgendwie zu optimieren mit mit mit KI ist ja schon wiederkehrend, sag ich.
Daniel Rohregger: Mal, aber öfter, wurde öfter angesprochen.
Thorsten Pickhan: Ja, da dürfte jeder Interesse dran haben.
Daniel Rohregger: Ja, ja, es liegt natürlich auch immer bisschen an der Audience. Ich glaube trotzdem, dass wir einfach auch aufgrund von den von den Leuten, die wir angesprochen haben, war es natürlich schon eher IT-lastig. Ich, ich muss aber schon sagen, also auch genau das, was ihr gesagt habt, Auch, aber auch von den Kunden konkret. Die haben gesagt, neben dem, dass wir hier jetzt eine coole ATD haben, war es auch super spannend zu sehen, wie andere Kunden ticken. Also, wir waren ja auch Kunden, große Kunden, kleinere Kunden dabei, namenhafte, weniger namhafte Kunden dabei. Und da muss man schon sagen, da war auch wirklich so die Freude, auch den anderen zuzuhören, was die so für Ideen haben.
Daniel Rohregger: Ja, auch verrückte Ideen, teilweise, aber trotzdem sehr positive Ideen.
30:10 – Tipps für Unternehmen: interner Hackathon oder externe Hilfe?
Daniel Rohregger: Ja, auf jeden Fall ein sehr, sehr spannendes Format, das wir auf jeden Fall auch wiederholen wollen. Und ich glaube, man kann auch das vielleicht so ’n bisschen als Best Practice jetzt mitgeben und sagen, hey, wenn ihr da draußen jetzt sagt, boah, sowas könnten wir gebrauchen, dass ihr ’n paar KI Agenten macht, dann dann macht es doch mal einfach. Also setzt euch auch mal gerne unabhängig von der IT zusammen und baut diese Agents gemeinsam. Ich glaube, das ist auf jeden Fall ein Format, dass man jetzt unabhängig von Dienstleister und so weiter gar nicht mit dem Verkaufsgedanken, sondern einfach nur sagen, das ist ’n Best Practice, wo man sagen kann, mit den richtigen Leuten im Unternehmen, setzt euch da gemeinsam hin und entwickelt doch gemeinsam diese Ideen zusammen, baut es, habt da gemeinsam Spaß, weil das ist wirklich ein cooles, einfaches Format, wo man ganz schnell, wo man sich auch Zeit nimmt.
Daniel Rohregger: Ich glaub, das ist auch ein wichtiger Faktor, oder man hockt sich einfach mal 7 Stunden auf dem Hintern, 2 Tage lang, und fokussiert sich auf ein Thema, keine E-Mails, keine Calls, kein zwischendurch halbe Stunde Stand-up, Jour-fix, ja, nehm ich mir mit, sondern man setzt sich hin und man fängt einfach an und arbeitet es mal durch und dann findet man die Fehler, dann kommt man auch voran.
Thorsten Pickhan: Das ist, glaube ich, ganz entscheidend auch noch mal von vom Leadership in einer Company. Also, wenn wir halt AI oder KI im Unternehmen einsetzen wollen, dann muss auch eben Rückendeckung vom Leadership da sein, dann müssen auch die Freiräume gegeben werden und am Ende des Tages ist es ja kein Time Wasting, was wir da machen, sondern die Leute lernen ja auch aktiv in diesem Prozess der Entwicklung eines Agents, wo sind die Grenzen eines Agents, was sind die Möglichkeiten eines Agents und Wenn wir uns wirklich damit auseinandersetzen wollen, ist das, glaub ich, elementar und wichtig, den Mitarbeitenden die Zeit zu geben, sich dann auch mal mit solchen Themen kreativ auszutauschen.
Daniel Rohregger: Ja, ich stell mal noch an den Adrian eine schwierige Frage. Was würdest du sagen, bei all dieser positiver Energie, kann man so ’nen Hackathon heute, morgen, nächste Woche wirklich rein intern durchführen oder braucht man nicht doch vielleicht ’nen M365 Copilot MVP? Nee, braucht man nicht vielleicht doch irgendwie ’ne Form von externe Hilfe?
Adrian Ritter: Also ich glaub, das ist wie so oft, ne? Also es gibt ja, taucht ja immer wieder mal die Frage auf, inwiefern braucht man in der oder vielleicht gar nicht nur auf die IT bezogen, sondern allgemein irgendwie externe Unterstützung, externe Beratung, wie auch immer man das nennen will. Ich glaub, das ist am Ende eher eine Frage, kann das vielleicht helfen, direkt in die richtige Richtung zu rennen. Also damit will ich nicht sagen, dass wir grundsätzlich wissen, wie man alles löst, aber da wir das halt schon öfter gemacht haben, als vielleicht, wenn man jetzt nur intern sich mit dem Thema beschäftigt, wir dann vielleicht schon Dinge gesehen haben, die funktionieren oder die nicht funktionieren oder weil wir aus der Power Platform heraus wissen, wie man on-prem Data Gateways baut. und und auch da immer noch überrascht werden können von Microsoft, was sie sich so ausdenken.
Adrian Ritter: Aber ja, also ich glaube, kann man sicherlich tun, die Frage ist, ob man damit, also ob dann, ob dann, ob man da nicht vielleicht einfach ein bisschen mehr Zeit braucht, was ja auch nicht schlecht sein muss, also das ist ja, das ist ja so ’n Ding, ne, wir lernen halt am besten aus Fehlern. Ja, jetzt könnte man natürlich dann jetzt überspitzt sagen, OK, wenn ich noch mehr Fehler mach, lern ich noch mehr, allerdings muss ich halt auch die Zeit haben dafür. Das ist halt, glaub ich, so der der springende Punkt. Und ich könnt mir halt vorstellen, dass externe Unterstützung das ’n bisschen beschleunigt und vielleicht auch dann noch mal deutlicher für ’nen Rahmen sorgt, in dem man halt dann tatsächlich sich auch die Zeit nehmen kann.
Adrian Ritter: Ja, das ist ja auch so ’n Ding, wenn man das halt in Anführungsstrichen nur intern macht, rutscht man vielleicht auch in so ’ne Situation, dass man vom Tagesgeschäft doch wieder eingeholt wird, weil ihr macht da ja nur was Internes, ne? Aber in dem Augenblick, wo halt Externe dabei sind, sieht die Geschichte dann vielleicht doch anders aus.
Daniel Rohregger: Absolut schöne Worte. Also ich hoffe, wir konnten euch hier ’n bisschen motivieren. Ich hoffe, wir konnten euch euch Ideen geben und Einblick geben in den, wie sowas ablaufen könnte. Ich sag schon mal vielen herzlichen Dank, Adrian und Thorsten, dass ihr heute mit dabei wart, dass ihr auch ’nen Einblick gegeben habt in das Thema und würde euch die letzten Worte des Podcasts überlassen, anfangend beim Thorsten. Und dann, Adrian, du hast dann heute das Schlusswort.
Thorsten Pickhan: Ja, also erstmal vielen Dank noch mal für die Einladung, Daniel, und an euch da draußen, lasst euch nicht abschrecken von von all den Möglichkeiten, die da draußen existieren, probiert es einfach aus. testet es, so wie Daniel gerade schon sagte und Adrian auch, guckt einfach mal, wen ihr bei euch in der Company habt als Ansprechpartner, wo ihr Unterstützung bekommen könntet und ich, ich würde es auch, ich würde es tatsächlich einfach mal intern machen, macht so ein Hackathon, versucht es mal aufzusetzen, je nachdem wie groß ihr als Company seid, glaube ich, dass man sich schon gegenseitig auch aus den einzelnen Abteilungen her genügend Impulse geben kann, probiert es einfach aus und und schaut mal, was so geht.
Daniel Rohregger: Super.
Adrian Ritter: Ja, ja, danke Daniel für die Einladung.
34:00 – Pragmatismus statt Perfektion: Erstmal klein starten
Adrian Ritter: Danke an die Zuhörer da draußen fürs Zuhören und zum zum Thema Hackathon. Vielleicht noch der Input, dass oft stellt sich ja die Frage, wie komme ich an die Daten? Ne, also jetzt wie in meinem Beispiel, wo dann halt etwas komplexer vielleicht ’n System angebunden werden muss, wo es keine Schnittstellen gibt oder wo die Schnittstellen erst entwickelt werden müssen. Was ich immer empfehlen würde, ist vielleicht gar nicht den großen Schritt am Anfang gehen, sondern halt ’ne irgendwie geartete Kopie der Daten, die man verarbeiten möchte, sich zu besorgen und erstmal darauf zu testen, um einfach mal festzustellen, Gefühl dafür zu bekommen, was kann ich denn von einem Agent erwarten, wie gut funktioniert denn das Ganze überhaupt, bevor ich halt den riesen Aufriss mach, der vielleicht notwendig ist, um Echtzeitdaten anzubinden, was ja vielleicht auch im Backend ganz andere Implikationen hat und ’ne durchaus größere Herausforderung sein kann.
Adrian Ritter: Von daher vielleicht einfach immer dran denken, ob das sinnvoll ist, einfach zu starten und vielleicht dann auch mal den pragmatischen Weg zu gehen und nicht den architektonisch wunderschönen.
36:00 – Abschlussstatements & Ausblick
Daniel Rohregger: Tolle, tolle Schlussworte. Vielen Dank, Adrian. Wenn ihr mehr lernen wollt, schaut bei den beiden vorbei, respektive meldet euch bei CoCoCo an für dieses Jahr. Cococococo, vielen Dank und mit diesem Thema sage ich vielen Dank fürs Zuhören und auf Wiederhören.
Orientierung
Kapitelmarken
- Intro & Begrüßung
- Was ein Copilot Agent Hackathon überhaupt ist
- Gästevorstellung: Adrian & Thorsten
- Welche technischen Voraussetzungen Kunden brauchen
- Die Rolle von Mindset & Fehlerkultur
- Unterschiede zwischen Agent Builder und Copilot Studio
- Warum viele Use Cases mit Power Automate enden
- Wie viel „Prozess“ eigentlich in KI‑Agents steckt
- Typische Stolperfallen: Datenanbindung, Konnektoren, DLP
- Realitätscheck: Erwartungen vs. echtes Kundenprojekt
- Kreativität, Energie & Dynamik der Gruppen
- Tipps für Unternehmen: interner Hackathon oder externe Hilfe?
- Pragmatismus statt Perfektion: Erstmal klein starten
- Abschlussstatements & Ausblick
Wie ein Team das Thema dieser Folge gemeinsam aufbaut, statt dass jede und jeder für sich probiert, behandeln wir im Copilot-Coaching für Teams und Gruppen.
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Begriffe aus der Folge
- Copilot Studio Copilot Studio ist Microsofts Low-Code-Werkzeug, mit dem Organisationen eigene Agents, Wissensquellen, Themen und Aktionen zusammenstellen. Es richtet sich an Teams, die einen Helfer für einen konkreten Prozess bauen und kontrolliert veröffentlichen wollen.
- Agent Builder Agent Builder ist die einfache Oberfläche in Microsoft 365 Copilot, mit der du einen eigenen Agenten per Beschreibung und Einstellungen anlegst. Du legst fest, wofür er da ist, welche Anweisungen gelten und welche freigegebenen Quellen er nutzen darf.
- Connector (Konnektor) Ein Connector ist eine technische Verbindung, über die Copilot oder ein Agent Daten aus einem Dienst nutzen oder dort eine Aktion ausführen kann. Microsoft unterscheidet Copilot Connectors (früher Graph Connectors) für externe Inhalte und Power-Platform-Connectors für Dienste und Aktionen.
- Microsoft 365 Copilot Microsoft 365 Copilot ist ein KI-Assistent in Microsoft 365, der Sprache mit zugänglichen Arbeitsdaten und Funktionen der Apps verbindet. Je nach Anwendung hilft er etwa beim Schreiben in Word, beim Zusammenfassen in Teams oder beim Ordnen von Informationen in Outlook.
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