#68 Das NEUE Copilot Studio - wird alles gut? Mit Fabian Moritz (MVP, Experts Inside)
Das neue Copilot Studio mit Fabian Moritz: Was Agent Designer und Workflow Designer gegenüber Agent Flows und Topics ändern, was bei ALM und Agent-Identitäten noch fehlt und für wen sich ein Umstieg jetzt lohnt.
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Kernaussagen
- Fabian Moritz beschreibt den Workflow Designer im neuen Copilot Studio als komplett neu und KI-nativ: Er sieht nicht mehr wie Power Automate aus und bindet Agents, Copilot und Human in the Loop ein.
- Fabian Moritz ist mit dem rein produktiven Betrieb im neuen Copilot Studio noch vorsichtig, weil ALM-Prozesse wie Deployments und Solutions fehlen, sieht es aber als Option, um Leute in Agents fit zu machen.
- Fabian Moritz sieht den Agent Builder als Werkzeug für Endanwender, die sich kleine Assistenten bauen; Maker, die mehr wollen, lenkt er eher Richtung Copilot Studio.
- Fabian Moritz berichtet, dass Agent Flows anders als der neue Workflow Designer weder Copilot noch Agents oder den Researcher Agent ausführen können, und glaubt, dass es sie in dieser Form nicht mehr lange gibt.
- Fabian Moritz sagt, in Copilot Studio lasse sich nicht festlegen, unter welcher Identität ein Agent läuft, weil Konnektoren am Benutzer hängen; Daniel Rohregger sieht das auch im neuen Studio und bei Workflows ungelöst.
Aus dem Transkript zusammengefasst, Stand der Folge vom 8. Juli 2026.
Shownotes
Darüber sprechen wir
In der heutigen Folge von 365 Checkpoint ist Fabian Moritz, CEO von Experts Inside und Copilot Studio Experte, zu Gast. Wir sprechen über das komplett überarbeitete Copilot Studio, neue Agent- und Workflow-Konzepte und warum sich ein Einstieg jetzt besonders lohnt.
Was sich im neuen Copilot Studio grundlegend verändert hat
Der Unterschied zwischen Agent Flows und dem neuen Workflow Designer
Wie AI‑basierte Workflows und Agent-Orchestrierung zusammenspielen
Warum Topics an Bedeutung verlieren – und welche Alternativen entstehen
Grenzen, Herausforderungen und aktuelle Lücken (z. B. ALM, Identitäten)
Kapitel:
00:00 Einführung & Vorstellung
02:26 Was ist neu im Copilot Studio?
04:49 Topics, Agent Flows & erste Einordnung
07:09 Neuer Agent & Workflow Designer erklärt
10:52 ALM, Environments & Enterprise-Herausforderungen
12:50 Orchestrator & Verbesserungen der AI-Logik
14:03 Agent Builder vs. Copilot Studio
17:26 Agent Flows vs. neue Workflows
19:15 Praxisbeispiele für Workflows
22:47 Lizenzierung & offene Fragen
27:00 Skills & Memory im Überblick
30:16 Fazit & Empfehlung
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Transkript
Maschinell erstellt und redaktionell geprüft.
00:00 – Einführung & Vorstellung
Daniel Rohregger: Habt ihr euch in der Vergangenheit auch mit Copilot Studio beschäftigt? Dann hattet ihr vielleicht gute und schlechte Erfahrungen. Microsoft hat jetzt das Produkt komplett überarbeitet und unser neues Copilot Studio bereitgestellt. Vieles ist anders, manches ist gleich. Was genau sich verändert hat und was Workflows jetzt damit zu tun haben, das bespreche ich mit dem Experten zu diesem Thema. Fabian Moritz ist zu Gast und es gibt einen spannenden Einblick hinter die Kulissen in dieser Folge von 365 Checkpoint, deinem Podcast rund ums Thema Microsoft 365. Herzlich willkommen zu dieser weiteren Folge 365 Checkpoint und schön, dass du wieder mit dabei bist.
Daniel Rohregger: Mein Name ist Daniel Rohregger, ich bin Cloud Architekt, Copilot MVP und Copilot Coach und freue mich riesig, dass du eingeschaltet hast. Heute bin ich in Salzburg und live in Person. Sitz gegenüber von mir Fabian Moritz, CEO der Experts Inside. Wir haben gerade schon eine Folge aufgenommen zum Thema Agent Maker, die kommt allerdings erst etwas später. Lieber Fabian, für alle, die dich nicht kennen, du bist einer der absoluten Experten zum Thema Copilot Studio und Agents und ja, kaum einer beschäftigt sich so viel mit diesem Thema wie du. Für alle, die dich nicht kennen, bitte stell dich doch einmal allen Zuhörerinnen und Zuhörern vor.
Fabian Moritz: Ja, ich bin Fabian und seit der ersten Sekunde, seitdem es diesen Begriff Agents and Copilot Studio gibt, ja, ist es eigentlich Teil meines Lebens, meines Arbeitslebens. Ja, bedeutet, wir setzen Agents um, wir stellen die Governance bereit und ich spiele auch gerne damit, mit den neuen Sachen.
Daniel Rohregger: Privat kommst du aus dem Bereich Brandenburg, aus der In der Umgebung Brandenburg, ja genau, da gibt es so ein schönes Lied: Brandenburg. In Brandenburg ist jemand wieder gegen einen Baum gegurt.
Fabian Moritz: Ja, ja, das sieht man. Ich fahre gerne Fahrrad und man sieht tatsächlich auf den Strecken, die ich da lang fahre, so kleine Kreuze. Manchmal es ist, also das Lied hat auch sein seine Hintergründe und muss ich auch sagen, ich mag das manchmal auch nicht, wenn ich mit 150 von irgendwelchen Motorradfahrern überholt werde mit meinen. wird man 30 KMH, das ist dann ja die Kehrseite, aber sonst ist Brandenburg sehr schön.
Daniel Rohregger: Sehr schön, du fährst nicht nur mit dem Fahrrad viel, sondern du fährst auch viele Workflows und du fährst auch viele Agenten in der Cloud mit dir rum und zeigst sie immer wieder. Wir sind ja hier auf einer auf einer Tech-Konferenz, sag ich mal, rund um M365 und ich durfte grad schon bei einer Session von dir ein bisschen zuhören, hab schon auch einiges Neues gelernt.
02:26 – Was ist neu im Copilot Studio?
Daniel Rohregger: Für alle, die jetzt sagen, oh, das hör ich zum allerersten Mal, kannst du uns mal bisschen abholen, was hat sich denn jetzt so in den letzten Wochen ergeben? Was hat sich verändert im Copilot Studio? Auch was gibt es vielleicht für neue Begriffe? Vielleicht kannst du uns da mal einen kleinen Einblick geben.
Fabian Moritz: Ja, ich kann es ja mal ein bisschen historisch irgendwie aufdröseln. Ja, also der Copilot Studio hat ja irgendwann seinen Namen bekommen und die Grundidee war halt, früher hieß es Copilot und hat Microsoft gesagt, wir nennen die Agents. Ja, also Agents zu bauen. Und dann sagt er irgendwann mal, wir müssen aber auch irgendwie die Agents autonom ausführen. Ja, und dann gibt es halt autonome Agents und dann sagt der Nächste, hm, wir haben aber auch Prozesse, die aus dem Copilot Studio gestartet werden. OK, vielleicht müssen wir die Powerplattform näher an Copilot ranbringen. Deswegen gibt es Agent Flows, nicht?
Fabian Moritz: Also Agent Flows nutzen halt auch creditbasierte Lizensierung und das sind so die Begriffe aus der Vergangenheit und aus der Aktualität gibt es halt 2 neue Begriffe. Ich nenne immer den neuen Agent Designer und dann Workflow Designer. Der Workflow Designer ist komplett neu und der Agent Designer auch. weil der Workflow Designer ist schon mal ’ne ganz andere Nummer, nicht also als das, was wir kannten und ’nen Agent Designer. Das hat Microsoft announced, erst als Preview und kurze Zeit später, ein 2 Wochen als General Available, hat irgendjemand gemerkt, ist doch noch nicht General Available, da ziehen wir es mal wieder zurück und daher reden wir mal heute von einer Preview, aber die zeigt schon auf, in welche Richtung es gehen wird.
Daniel Rohregger: Meine Kunden haben immer gesagt, Herr Rohregger, wissen Sie, ich wünsch mir eigentlich, ich will gar kein Copilot Studio, eigentlich privat mach ich so viel mit n8n, warum kann ich nicht so was wie mit n8n bauen? Ist das jetzt die Antwort da?
Fabian Moritz: Drauf? Ja, also das, also der Workflow Designer zumindest, der von Copilot Studio, der, wenn man den mal öffnet, dann sieht der nicht mehr aus wie Power Automate, sondern der sieht eigentlich aus wie n8n. Nicht, das heißt, ich hab halt Aktionen und vor allen Dingen, ich hab AI Aktionen, die hab ich zwar in Power Automate auch und neben den 187.222 Aktionen hab ich dann 10 AI Aktionen und jetzt ist so der, der Workflow Designer halt begrüßt dich und du siehst sofort, ich kann Agents ausführen, ich kann Copilot ausführen, ich kann Human in the Loop integrieren und so weiter.
Fabian Moritz: Es ist wirklich ’n AI Born Workflow Designer, so sag ich mal, so schön. Ja, und integriert auch diese ganzen Features optimal.
04:49 – Topics, Agent Flows & erste Einordnung
Daniel Rohregger: Sehr spannend, ein Thema, also wir, glaub ich, kannten ja oder kennen ja schon alle Flows, also normale Power Automate Flows, dann gab es entsprechend ja die Möglichkeit, den Agent diese Flows beizubringen, was ja so, wie ich es verstanden hab, im Prinzip ein Flow war, mit einem Agent Input und einem Agent Output. Das hieß dann Agent Flows. Ja, was damit passiert, wäre meine erste Frage. Und zweitens, parallel zum Thema Agent Flows war auch immer noch, ja, du könntest das Ganze aber auch in einem Topic machen. Was ist denn in den Topics passiert?
Fabian Moritz: OK, na ja, warte mal, wir haben ein bisschen sortiert, nicht? Also das eine sind ja so die Workflows, nicht? Also Nehmen wir mal den Agent ganz beiseite, nicht also, dass wir halt einfach nur ’nen ’nen Prozess haben und den können wir halt mit Power Automate bauen, klassisch deterministisch, alles zusammengeschustert, Start, Ende, links, rechts. Wir können aber auch mit den Agent Flows bauen, ja, den kann ich ja auch so bauen, ohne den Agent. Da drin hab ich aber schon mehr, mehr AI, sagen wir es mal so. Also, ich hab die Prompt Action und so weiter, das fühlt sich ein bisschen mehr als AI an und es nutzt auch Credits.
Fabian Moritz: Und dann hab ich halt Copilots zu den Agents. Ja, und in den in den Custom Agents hab ich sowas wie Topics. Die Topics, die orchestrieren oder die verarbeiten mehr oder weniger einen deterministischen Prozess innerhalb der Agents. Sprich, der User sagt, ich will Kaffee, dann sagt der Agent, welche Größe. Ja, also es ist keine Generative AI. Und wo kommt das Ganze her? Das kommt aus Power Virtual Agents. Ja, da gab es ja diese Topics und damit konnte man Chatbots bauen. Da konnte man sagen, wenn der User so einen Chatbot startet, dann macht der erst das und dann fragt er das und. hat niemand genutzt, weil es erst mal ein bisschen teuer war und auch nicht funktioniert hat.
Fabian Moritz: So, dann kam aber Generative AI und die Topics waren aber auch noch da, nicht? Also die Frage ist genial und die Frage will ich noch weiter stellen, brauchen wir Topics, wenn wir über über AI Agent sprechen? Also nehmen wir mal das ganze Deterministische weg, sondern reden wirklich über Generative AI. Brauchst du da so ein Topic? Nein, also ist nicht.
Daniel Rohregger: Aber man braucht vielleicht Alternativen, weil ab und zu braucht ja so ein gerade so eine Automation oder so ein Prozess, den ich anstoßen will, braucht halt ab und zu für eine saubere Nutzung einfach bestimmte Informationen. Ne, das war immer so ein bisschen gerade auch da, wo ich immer stark überlegt hab, na ja, nehmen wir jetzt ein Topic, vielleicht gerade zum Onboard. Ne, ich möchte gerne einen neuen KI Prozess starten. Da sagt er, gut, wir brauchen immer folgende Informationen, ne, keine Ahnung, jetzt halt in irgendeinem Bestellprozess, wir brauchen eine Kostenstellennummer, wir brauchen eine Hardware ID Nummer, wir brauchen irgendwie mindestens 5, 6 Outputs oder Inputs.
Daniel Rohregger: Ne, haben wir zum Beispiel ein Topic genommen, haben da eine Adaptive Card reingeschoben und haben dann gesagt, guck mal, ich schick ihm die Adaptive Card, dann füllt er das aus und dann kommt es ja drauf an, was drin steht und dann macht der Agent wieder weiter. Ja, ist das jetzt damit gestorben, weil ich hab in diesem neuen Copilot Studio keinen Topic Knopf mehr gesehen.
Fabian Moritz: Nee, nee, genau, ich auch nicht und ich denke mal, das kommt noch nicht. Also, dass wir UI Kits nutzen können, halt in unserer Agent Experience, das ist eines, wie viele andere Dinge, wo man sagen würde, das könnte jetzt noch rein und ich denke, es ist eine Frage der Zeit. Also, wir haben viele wertvolle, wichtige Dinge drin.
07:09 – Neuer Agent & Workflow Designer erklärt
Fabian Moritz: Ja, wenn wir jetzt mal den Agent Designer nehmen, ja, ich kann Skills mittlerweile benutzen, ich kann Memory nutzen, es und es gibt halt Sachen, die halt noch nicht gehen.
Daniel Rohregger: So, OK, also du sagst am, am Ende wird wird der neue, wie heißt denn das neue Copilot so, du heißt einfach so, oder heißt es.
Fabian Moritz: Nö, hat keinen neuen Namen, sagen wir mal die alten Namen mit deklarative Agents und Custom Agents, die gehören mehr oder weniger zur alten Welt. Aber wenn wir jetzt quasi mal die neue Welt nehmen, nicht, wir haben den Agent Builder, der läuft auf Copilot Und wir haben den neuen Copilot Studio, läuft auf der gleichen Runtime, nicht? Also, das heißt, was Microsoft gemacht hat, die hat quasi alte Runtime, ja, Samba hieß das so als als Produktname. Das findest du auch, wenn du mal den Copilot Studio FAQs irgendwie suchst, aber da gibt es so ein Dokument, da ist nur die Rede von Copilot Studio Light und da sind da 2 unterschiedliche Runtimes, nicht?
Fabian Moritz: Und deswegen war auch diese, diese Experience immer wie, hä, das ist ja komplett anders. Ja klar, weil 2 unterschiedliche Runtimes sind und das verändert sich jetzt nicht. Das neue Copilot Studio nutzt halt die neue Runtime oder die gleiche wie Copilot, deswegen wird es Nicht mehr diesen Effekt geben, wie das soll, sieht irgendwie anders aus. Und wenn man, wir haben schon erste Agents gebaut, und da ist es wirklich so, das ist wirklich beeindruckend, nicht? Wenn ich halt MCP nutze, wenn ich halt modernes Knowledge Grounding nutze, wenn ich Skills verwende, das ist wirklich gut, ja, also.
Daniel Rohregger: Also, das heißt, du würdest auch sagen, auch wenn es noch nicht perfekt ist oder wenn es auch noch nicht GA GA ist, aber ausprobieren lohnt sich und Erfahrungen sammeln lohnt sich für alle, die jetzt Agents bauen.
Fabian Moritz: Ja, es kommt drauf an. Also, wenn wenn ich jetzt sage, ich hab mein Copilot Studio, ich arbeite mit dem Topic, funktioniert alles, Haken hinter da, würd ich jetzt nicht über Bord werfen. Aber wenn ich jetzt mein Know-how habe in klassisch AI born Prozessen, ich weiß, was gilt, sind, ich hab vielleicht Erfahrungen mit anderen Werkzeugen wie LangGraph oder was auch immer und ich würde es gerne mit in der Microsoft Ecosystem machen, dann würde ich auf die zweite Variante gehen. Da jetzt noch kein ALM Prozesse sind im Sinne von Deployments und Solutions und so weiter, muss man gucken, was Microsoft sich da einfallen lässt, wäre ich da noch ein bisschen vorsichtig mit einem rein produktiven Betrieb.
Fabian Moritz: Aber wenn man jetzt sagt, wir haben jetzt wirklich so eine Journey und wir wollen gerne die Leute fit machen in dem Bereich Agents und das würde ich ja zumindest als Option mit reinnehmen.
10:52 – ALM, Environments & Enterprise-Herausforderungen
Daniel Rohregger: Spannend, ja, also ich hab auch schon erst einen Kunden erlebt, der hat das sehr prominent gleich an seine ganzen Champions angeteasert und ich hab erstmal so gedacht, ups, Sollte das jetzt wirklich schon so rausgehen, dieser Post, weil halt eben noch auch vieles da drin, ne? Vielleicht noch nicht so ready ist und du hast es gerade schon gesagt, ne? Ein Thema, das wir eigentlich so aus der klassischen Powerplattform Welt kennen, ist ja dieser, dieser dreistufige oder mindestens zweistufige Prozess. Also, wir entwickeln eine, wir nennen es mal Solution, eine Lösung. Ja, entweder ein Flow, mehrere Flows, eine App, ein Agent, eine Flow, eine App, whatever.
Daniel Rohregger: Ja, eine Kombination, die eben irgendwie zusammengehören, ne? Und jetzt kommen eben neue Artefakte mit hinzu, ne? Wenn ich sag, hey, ich entwickel für einen Agent noch eben 2 Skills mit dabei. Und ich hab vielleicht noch ’nen einen Custom Connector und dann hab ich eben noch ’ne ’n Workflow oder 2 oder 3 oder 4, vielleicht noch ’ne App, die im Hintergrund dann alle oder die im Vordergrund für den User das alles so orchestriert. Da sind wir oft in diesen Solutions und diese Solutions, die leben in Environments, also in Umgebungen, ne? Und klassischerweise haben wir gesagt, na gut, es gibt mal mindestens ’n Entwicklungsenvironment, ja so ganz klassisch aus der Softwareentwicklung.
Daniel Rohregger: Da gibt es irgendeine Version 9, 10, 11, 12, die sind eben schon weiter vorne und die wird eben dann getestet. Die kommt dann irgendwann in ein Testing Environment, da sind dann die ersten Test User Auch wenn die sagen “Hey, es passt alles”, dann geht das Ganze in einem Produktions oder in einem produktiven Environment. Und genau dieser klassische Schritt ist aktuell so noch gar nicht umsetzbar. Also, wir sehen es jetzt gerade ja wirklich mit. klassischen Powerplattformelementen, dass wir eben da über Pipelines zum Beispiel sprechen können, dass wir sagen, OK, ne, wir haben einen Flow und der wird dann entsprechend getestet und dann geht er über die Pipeline in den nächstes Environment und dann, wenn da alles grün ist, dann geht das nächste Environment.
Daniel Rohregger: Und dieses, sag ich mal, wirklich diese Art von Softwareentwicklung, diese, diese ganzen, du hast es gerade ALM genannt, ja, also Lifecycleprozesse, ja, die fehlen uns noch, ja, würdest du sagen. Ja, lasst euch davon nicht abhalten, startet mal einfach oder wie, wie können wir das scopen? Weil ich glaube, für für Enterprise Firmen ist das schon noch ein großer.
Fabian Moritz: Ich würde sagen, wenn du das machst, hat das folgende Konsequenzen, triff selber die Entscheidung. Also meine Aufgabe sehe ich immer darin, sozusagen nicht zu entscheiden, sondern irgendwie darüber zu informieren, was die möglichen Konsequenzen sein würden. Und wenn das Ding gerade schon wirklich ein Problem löst, Und das Risiko davon ist, dass das, wenn ich sofort das in Production stelle, dass keine Ahnung, ich kein Updateprozesse anders aussehen. Aber ich kann damit leben oder ich hab da ein Konzept für, kann ja auch sein. Nicht da gibt es ja am Ende ist ja auch so ein, ist ja nicht mehr viel drin in so einem Agent, nicht?
Fabian Moritz: Das sind nicht 1000 Dinge, die da irgendwie mitgeschliffen werden, sondern das ist relativ einfach. Ja, und daher, ich würde nicht sagen, nur es gibt nur eine Richtung oder ein Richtig oder Falsch, sondern es kommt drauf an, nicht? Und das müssen Unternehmen entscheiden. Das kann durchaus sein, also dass das gerade der richtige Weg ist.
12:50 – Orchestrator & Verbesserungen der AI-Logik
Daniel Rohregger: Wir haben gerade schon über über eine Sache gesprochen und auch auch ich schreibe da ehrlicherweise immer drüber. Nämlich, du hast es gerade auch schon gesagt, der Orchestrator. Ja, jetzt haben wir ja, ich sag jetzt mal ganz vereinfacht, du hast auch gerade schon gesagt, da steckt eigentlich gar nicht so drin, so viel in so einem Agent. Wir haben aber zumindest Oder als Hauptkomponente des Agents, ja diesen Orchestrator und der bedient sich mal in einem Minimal-Setup zumindest an eine Art von Wissen, sag ich mal, an eine Art von Tools und an einem LLM Modell. Was hat sich denn da jetzt im Gegensatz zum früheren Copilot Studio geändert?
Daniel Rohregger: Weil ich hatte immer das Gefühl, dass beispielsweise diese Modelle, die da eben in Copilot Studio zur Verfügung waren, dass die irgendwie, die waren nicht so, wie wenn man dieses Modell direkt genutzt hat. Also, wenn ich jetzt zum Beispiel auf Foundry gegangen bin, hab mir da ein GPT 4.1 genommen und hab das probiert, dann kamen da sehr schnell sehr gute Ergebnisse raus und bei Copilot Studio hab ich mir gedacht, Mensch. das gibt es doch nicht, warum braucht der so lange? Also, wie hat sich denn die, diese, sag ich mal, diese heilige Dreifaltigkeit aus, sag ich mal, Tools, Orchestrator und und und LLMs vielleicht noch eben Wissen dann auch auch geändert.
Fabian Moritz: Microsoft hat einfach eine Runtime gebaut, die das deutlich besseres Verständnis davon hat, nicht? Und das, das haben wir mit Copilot erlebt. Ich weiß nicht, kannst du dich an die erste Copilot Version erinnern? Da hat das ja so lange gedauert, bis dann das Spring Update kam und warum hat es lang gedauert? Weil Microsoft wusste, der Orchestrator ist Mist, wir müssen noch mal entwickeln. Ja, ich weiß nicht, ob sie noch mal entwickelt haben, aber mit dem Spring Update gab es ’n neuen Orchestrator und ab dem Zeitpunkt war es ’n besseres Verständnis davon, ob der Copilot jetzt in meiner Inbox guckt oder halt auf irgendeiner Seite und das war ja vorher irgendwie anders.
Fabian Moritz: Ja, und das hat Microsoft das auch gemacht, nicht? Das heißt, besseres Aufgabenverständnis, besseres Looping der Aufgaben, besseres Tool-Kombinationen und das liegt einfach daran, dass sie halt einfach das vom vom Copilot genommen haben, was schon fertig ist und das letztendlich in ’ne Entwicklungsumgebung oder ’ne ’ne Low Code Umgebung mit integriert haben, nicht? Und Ja, nichtsdestotrotz muss man halt wissen, wenn ich das Ganze in Microsoft Ökosystem laufe, dann ist das nicht so, dass ich auf der einen Seite ’n LLM habe und auf der anderen Seite hab ich mein Agent, sondern Microsoft hat Guardrails mit drin. Ja, das Policies, Filter und so weiter, die die die wird es nach wie vor geben.
Fabian Moritz: Ja, die haben auch ihre ihre ihre ihren Zweck.
14:03 – Agent Builder vs. Copilot Studio
Daniel Rohregger: Sehr spannend, du hast gerade auch noch einen Begriff genannt, da kommen wahrscheinlich die meisten von uns mal drauf, nämlich der Agent Builder. Und der Agent Builder ist ja quasi der, oder sag ich mal, die Möglichkeit, wie wir, ich sag es immer, auch wenn ich es nicht sagen darf, Custom Copilots, also kleine Copiloten, eigentlich erstellen können, weil der für die Personen, die ’ne Copilot-Lizenz haben, erstmal verfügbar ist und ich da auch wirklich sehr, sehr leicht, ohne genau wissen zu müssen, was das Work IQ, ohne den Unterschied zwischen MCP und API zu kennen, einfach sagen kann: ‘Nutz diese SharePoint Seite, nutz meine Inbox oder nutzt mein Teams.’ Viele Leute schreien danach ja auch und sagen: ‘Wir brauchen mehr Funktionen.’ in diesem Agent Builder.
Daniel Rohregger: Wir brauchen Skills, brauchen wiederum Automationen, die über einen geplanten Front hinausgehen. Wir brauchen auch hier Memory, wir brauchen auch hier mehr Tools, mehr mehr Integration. Ist jetzt das neue Copilot Studio das oder sagst du, nee, da wird auch weiterhin noch mehr kommen? Das Ganze wird wird verwachsen.
Fabian Moritz: Oh, ob es verwachsen wird, weiß ich gar nicht. Gerade geht es noch nicht. Das heißt, wenn ich da ein Agent von von von Agent Builder in Copilot Studio migrieren möchte, wird es halt nur mit der alten Copilot Studio Plattform unterstützt und Copilot Studio bleibt nach wie vor das Werkzeug für Maker und wenn Maker mehr wollen, dann müssen sie nach Copilot Studio wechseln und für mich ist der Agent Builder ist halt was für Enduser. Ja, ich bau mir meinen kleinen Assistenten, du nennst die kleine Copilot, inhaltlich das Gleiche, aber Maker würde ich dann eher schon Richtung Copilot Studio lenken.
Daniel Rohregger: Hast du ’ne ’ne grobe Daumenregel, wo du sagst, ab dieser Anforderung Wird es schwierig, weil ich merke, dass die Wünsche von gerade Endusern sehr hoch sind und sagen: ’Ich will ‘nen Agent, der automatisch, wenn das und das passiert, dann das und das tut und dann dort reingeht und dann hier das macht und dann dort reingeht und hier.’ Und dann versuchen die und dann schreiben die das Ganze in ihre Anforderung in den Agent Builder rein und der Agent Builder als generatives Team sagt: ‘Ja, super, dann schreibe ich hier alles in den Prozessablauf rein.’ Und dann aber am Ende funktioniert es nicht, ja, weil nein, das nicht geht.
Daniel Rohregger: Ja, aber ab. manche Sachen gehen dann schon wieder überraschenderweise. Ja, was sind denn so so typische Anforderungen und Wünsche von von von von Endusern, vielleicht auch die denken, sie können das machen oder die Maker werden wollen, wo du sagst, na wenn ihr so, wenn ihr das braucht, dann seid ihr aber mit dem Agent Builder nicht mehr gut beraten.
Fabian Moritz: Also klar, wenn ich halt Systeme mit anbinden möchte, das das geht nicht, wenn ich halt Dokumente generieren möchte, so Sachen auch nicht. Also wirklich bei der ganz einfachen Assistentarbeit, das kann auch ein mehrstufiger Prozess sein, der dann mich durchführt durch irgendeinen Ablauf und spätestens nach GPT 5.x funktioniert das auch deutlich besser, weil halt einfach das Sprachmodell diese Prozesse gut verstehen kann. Ja, und dann hängt es wirklich davon ab, mit welchem Sprachmodell ich das Ding halt auch laufen lasse, nicht. Also das wird man ja jetzt demnächst machen können, dass man halt auch an dem als als jetzt derjenige, der das baut, sagen kann, in welchem Sprachmodell das ausgeführt werden soll.
Fabian Moritz: Und da bin ich wiederum beim Maker, nicht das, da bin ich nicht beim Enduser. Ja, also ich weiß auch nicht, was passieren würde. Vielleicht war das auch alles so ’n bisschen Wunschdenken, dass Enduser sich Agents bauen. Also ich, ich hab nur mit den Makern zu tun, mit den Endusern wirklich wenig. Ja, also da, wo man halt im Agent Builder was baut, das sind für mich ganz klassisch Rolle Maker, die kann ich auch noch mal aufteilen, Maker Basic Maker Pro, Maker, was auch immer, Hero. Also eher so in diese Richtung, aber so ’n. diese diese Idee von, dass ein Enduser, der am Tag, keine Ahnung, in der Buchhaltung arbeitet, sich dann so Agents baut, ich glaube, das wird genauso wenig funktionieren wie vor 10 Jahren, dass wir dachten, die bauen sich Prozesse.
17:26 – Agent Flows vs. neue Workflows
Daniel Rohregger: Sehr, sehr spannender Take. Ja, ich hab gerade schon vorhin ein Wort genannt: Agent Flows. Und jetzt gibt es ja Workflows. Was ist der Unterschied und was sind vielleicht auch so deine Highlights aus den neuen Workflows?
Fabian Moritz: Ja, die Agent Flows sind halt die. Ich hab vorhin in meiner Präsentation das Datum rausgeholt, April 2025 announced worden von Microsoft, aus der Idee heraus, dass ich ’n Agent habe und wenn ich irgendwie ’n Prozess habe, dass ich die irgendwie besser kombinieren kann. Ja, dass es ’n bisschen näherer ist, dass beide sozusagen die creditbasierte Infrastruktur nutzen. Und der neue Workflow Designer, der ist quasi ’ne AI Born Technologie, die es ermöglicht, viele AI Technologien da drin schon zu nutzen, was der, was der Agent Flow nicht kann, wie zum Beispiel Copilot ausführen, Agents ausführen, den Researcher Agent ausführen, das kann ich halt nicht und ich glaube, den Agent Flow an sich, den wird es so in der Form auch nicht mehr so lange geben, also kann ich mir nicht vorstellen.
Fabian Moritz: Also, wenn ich die Wahl hätte und der Workflow Designer ein paar Hausaufgaben erledigt hat, würde ich ganz klar in diese Richtung gehen. Ja, also was ich bei Copilot Studio Agents nicht zu 100% so sagen kann, da fehlt halt noch mehr. Ja, also muss man immer ein bisschen geduldig gerade sein, dass Microsoft da weiter Gas gibt.
Daniel Rohregger: Sehr gut, hast du noch ein paar andere Dinge? Du hast vorhin zum Beispiel gezeigt, Classify. Ja, das kann ich so davor auch nicht. Ja, und dann eben wirklich. Früher hat man ja gesagt, na gut, wenn wenn der Workflow oder wenn sag ich mal innerhalb von einem Agent jemand mit einem anderen Agent sprechen soll, dann brauche ich Agent-to-Agent Protokoll. Jetzt kann ich hier einfach in dem Workflow, keine Ahnung, 3 Agents aneinander chainen, sag ich mal. Und und in Reihe schalten ja.
19:15 – Praxisbeispiele für Workflows
Fabian Moritz: Genau also so wie wie wie von der Architektur her nicht ganz wichtig, dass ich sage ich hab n wenn ich jetzt ne Kundenanfrage habe zu einem Produkt ja und dann hab ich den ersten Agent, der der holt mir die Informationen. oder der erste Agent versucht zu verstehen, was ist die Kundenanfrage, der zweite holt mir dann für die für das Produkt Informationen aus der Produktdatenbank und der dritte Agent formuliert ’ne Antwort E-Mail. Ja, und so kann man das wunderbar aufbauen. Ja, und die Agents an sich arbeiten quasi in in in ihrem Kontext. Ja, und jeder und der Workflow orchestriert quasi den Ablauf und das ist etwas, was vermutlich auch sehr fällig war, wenn es halt um die Agentic Workflows halt geht oder generell um Agentic Prozesse.
Fabian Moritz: Ja.
Daniel Rohregger: Am Ende sind es ja auch dann wiederum Dinge, die wir aus IT Sicht irgendwie govern müssen. Mhm, wo finde ich die denn dann als Admin wieder, was jetzt meine User, meine Maker in dem Fall, vielleicht in, sagen wir mal, 5, 6 Monaten alles hier für lustige Workflows gebastelt haben.
Fabian Moritz: Ja, das ist eine gute Frage, weil derzeit tauchen die noch nicht auf. Also die liegen in dem Environment, aber die Inventories, die stellen die noch nicht dar. Ich denke mal, Frage der Zeit, dass die auch damit angebunden werden. Das zeigt aber auch, dass wir da auch in der in der Preview Phase eigentlich sind und nicht in der GA Phase.
Daniel Rohregger: Aber das ist jetzt kein, sag ich mal, Power Automate V2 ist kein Power.
Fabian Moritz: Neue Infrastruktur, also ein komplett neuer Designer, der hat nichts mit Power Automate zu tun.
Daniel Rohregger: Das heißt, der gehört dann zu Copilot Studio.
Fabian Moritz: Dazu, der gehört zu Copilot Studio dazu, ja, und hat mit der Power Automate Geschichte nichts mehr zu tun.
Daniel Rohregger: Cool, cool, kannst du noch mal für für alle, die jetzt noch immer vielleicht keine gute Vorstellung haben. Also, wir haben schon gesagt, da kommt irgendwas rein, also es gibt wieder irgendwelche Trigger, Hab ich das richtig verstanden? Ja, dann gibt es verschiedene Dinge, Agents und Sachen, die die die die passieren können. Kannst du uns mal mit auf eine Reise nehmen, vielleicht von von einem Beispiel, das du schon umgesetzt hast, entweder wirklich aus als Demo oder einfach nur oder für einen echten Kunden. Was könnte denn so vielleicht so ein mittelmäßig komplexer Workflow?
Fabian Moritz: Stell dir vor, du nutzt Dynamics oder irgendein anderes CRM System und du kriegst quasi E-Mails rein, ja, weil du im Kunden Service oder im Sales arbeitest, nicht? Also ist ja erstmal egal, arbeite im Sales und ich krieg da ganz viele E-Mails rein und dann versuchst du quasi diese Information irgendwie strukturiert zu verarbeiten, so dass du möglichst wenig zu tun hast. Ja, und dann kommt sozusagen ’ne Kundenanfrage Nummer 1 rein, die wollen irgendwie ’n Preisdatenblatt haben und das kannst du halt durch so ’n Prozess wunderbar automatisiert durchrouten, da muss kein Human in the Loop mehr da drin sein.
Fabian Moritz: Ich krieg am Ende seine Preisinformationen, dann gibt es ’n nächsten Prozess, die ist schon komplexer. Ja, da gibt es halt ’ne sehr spezifische Angebotsanfrage und da Steuert der Workflow auch den gesamten Prozess und nutzt innerhalb dieses Prozesses Grounding-Mechanismen, AI-Technologien, um halt Systeme mit anzubinden, nicht im Sinne von: Gib mir aus unserer Kundendatenbank mal die Kundeninformationen, guck mal aus unserer Produktdatenbank, was er haben möchte, guck mal in unserer Preisdatenbank, welchen Preis wir ihm anbieten können. Und am Ende habe ich irgendwie ein fertiges Angebot, was dann nochmal geprüft wird durch Sales, was dann halt das Angebot später rausschickt.
Fabian Moritz: Ja, also das sind so Dinge, die die die kannst du heute schon tun. also kannst du auch mit, ja.
Daniel Rohregger: Und bei diesem, bei diesem ersten Fall jetzt, ja also der Kunde will nur ein Preisdatenblatt drin, was wären jetzt da so klassische Workflow Komponenten, die da drin wären, die du nutzen würdest?
Fabian Moritz: Also unterschiedliche Dinge, nicht? Also ich würde halt einen Agent zum Beispiel nutzen, der mir einen mit einem Tool Call auf ein Angebot in unserem CRM System erzeugen kann oder ERP System. Ja, also ein HubSpot, hier legt man das Angebot an oder legt man den Deal an. Ja, und das hängt davon ab, wie der Prozess ist und wie die Systeme sind. Und das kann ich im Agent auslagern. Dem kann ich halt sagen: ’Lieber Agent, hier hast du folgende Information, dass der Kunde und leg einfach die für diesen Kunden diesen Deal in HubSpot an und informiere bababub.
Fabian Moritz: Ja, also und das hängt immer von dem Prozess ab und darin kannst du halt wirklich, du kannst nativ Agents aufrufen, du kannst aber auch den Copilot ausführen, nicht? Und das wird sehr, sehr spannend. Wann führ ich den Copilot aus und den Agent, der in Copilot liegt und die nativen Funktionalitäten? oder ein anderer Prozess, da kommt halt ein Neukunde rein und den kennst du nicht. Und dann sagst du halt, lieber, lieber Copilot, mach doch mal einen Research von dem von oder lieber Researcher, mach mal einen Research zu den Kunden und ergänzt das quasi in in HubSpot an dem Lead, so dass der Seller später direkt sehen kann, OK, welches Unternehmen ist das, welche Branche ist das und das ist schon sehr, sehr spannend.
22:47 – Lizenzierung & offene Fragen
Daniel Rohregger: Was mir da natürlich gleich in den Kopf kommt und ich weiß nicht, ob du das absichtlich gemacht hast, um mich dahin zu drängen oder ob du mich einfach nur manipulierst, aber natürlich meine Gedanken sind dann gleich. der Researcher ist ja erstmal in der in derjenigen Lizenz mit dabei, der ihn aufsetzt. Ja, das heißt, die die Nutzung ist inkludiert, während jetzt beispielsweise, wenn ich einen Agenten nutze, der eben dann autonom gesteuert wird, der ist ja dann eben nicht in meinen Lizenzen aktiviert. Das heißt, der kostet extra, der kostet nach Nutzung, nach Credits. Ist es jetzt hier auch noch so, beziehungsweise also hängt dann auch immer noch dieser Workflow an dem speziellen User, weil dessen Researcher nutzt er ja.
Fabian Moritz: Gute Frage. Also, also wenn ich, wenn ich jetzt, ich kann die Frage nicht beantworten. Also, wenn ich jetzt ’n Workflow habe, der autonom gestartet wird, zum Beispiel neue E-Mail kommt rein und er macht das alles so, dann das weiß ich nicht bei dem Workflow neuen Workflow Designer, ich hab dort keine Konnektoren, ich kann es auch nicht wechseln, das hängt, das hängt irgendwo mal am User dran. Ja, also aber sehr, sehr spannend, weil die Frage ist noch nicht beantwortet. Aber Microsoft will ja Richtung Agent Identitäten. Ja, und ich kann mir vor und das geht derzeit noch nicht, du kannst mit Copilot Studio, kannst du nicht sagen, dieser Agent läuft in dem Identität X, also klar, du kriegst ’ne Agent ID, aber du kannst, du kannst das nicht besteuern, du kannst User, ja genau, also das heißt, die ganzen Konnektoren, die laufen an User, deswegen verstehen viele Agent 365 noch nicht so richtig.
Fabian Moritz: Ja, aber wenn das kommen würde, wenn man sagen würde, OK, jetzt wird dieser Workflow deployed und der wird nach Agent 365 deployed, ja, ich glaub eher so in diese Richtung geht es, ne, und dann werden wir halt noch mal gucken, der nutzt halt Researcher, bababab, und jetzt kannst du den vielleicht noch mal anders lizensieren, das weiß ich nicht, also aber sehr spannend.
Daniel Rohregger: Ich, ich denke, denke auch, das ist tatsächlich was, diesen Knoten müssen viel noch im im im im Knopf lösen, vielleicht könnt ihr das, wenn ihr euch die Folge dann jetzt angehört habt, ne. Ich glaube, das ist aktuell, jetzt sind wir in der Power Plattform immer noch so, ich weiß, ich, ich mag das Wort nicht, aber Maker Centric unterwegs, also es geht immer noch um eine Person, die das Ganze, die das Ganze erstellt und das loszulösen ist extrem schwer, Ja, und es ist extrem. Natürlich kann man sagen, gut, ich mache mir jetzt irgendeinen System Account. Ja, und dann hängt es halt an einem System Account als Person.
Daniel Rohregger: Ja, das ist schon mal ein bisschen besserer Ansatz. Was ja Leute eigentlich wollen, ist, sie wollen ja nicht, dass wenn ich jetzt zum Beispiel, ich habe einen. Kunden ein Beispiel gehabt, wo er gesagt hat, ich hab hier ein Angebot und ich möchte gerne, dass derjenige, wenn das Angebot, dass der Agent quasi dann in Word mit dem Word MCP beispielsweise im Angebot Kommentare hinterlässt. Ja, haben wir den Agent aufgesetzt, sagt er, ja, da steht ja überall Tobias drin. Ich heiß doch, also das soll ja der Agent machen. Das soll nicht denken, dass dass ich das gemacht hab, sondern da muss ja irgendwie Agent Angebotschecker stehen.
Daniel Rohregger: Ja, und das zu lösen, ja, diesen. Diese, diese Verbindung von dem Enduser zu lösen, hin zu dem, der Agent macht selbständig mit seiner eigenen Identität, mit seinem eigenen Account, mit seiner eigenen Lizenz. Da sind wir aktuell im Copilot Studio, noch nicht, nicht im Alten und im Neuen auch noch nicht und bei den Workflows auch noch nicht. Ja, und dann ist natürlich jetzt die, die Komplexität einfach ne erhöht, wenn wir sagen, ein Workflow nutzt aus irgendeiner Identität einen Agent eigentlich in der gleichen Identität. und der macht dann wiederum Aktionen in wessen Identität. Ja, wir haben schon über Computer Use auch mal kurz gesprochen, vorhin.
Daniel Rohregger: Ich glaub, das war aber noch in der alten Folge. Ja, aber auch Agents, die dann die PCs benutzen. Ja, ist aber nichts, was wir jetzt in die Workflows reinbekommen, oder?
Fabian Moritz: Noch nicht, noch mit der Zeit geht das nicht mehr.
Daniel Rohregger: Nee, und in in dem neuen Copilot Studio auch nicht, auch nicht, aber das kommt wieder einfach, das ist einfach noch nicht da.
Fabian Moritz: Keine Ahnung, ich weiß es nicht. OK, spannend. Ja, also wir haben ein Kundenprojekt gehabt, wo das ’ne Idee war, haben wir verworfen, weil es nicht funktioniert hat, muss ich ganz klar sagen.
Daniel Rohregger: Also ich muss sagen, dass also das, das, das, das macht mich bisschen traurig, weil ich hab schon gehofft, dass das so ist. Ja, weil also ich finde Computer Use eigentlich für, für hat ’nen relativ speziellen Vektor, aber eigentlich so ’n ganz klassischen Agentic AI Case, wo ich sage, na gut, wenn da irgend, wenn da ein Agent selbständig im Hintergrund so ’nen Browser bedienen kann, Aber wenn man sich das dann in der Praxis ansieht, wie das ja funktioniert, ja, also da wird ’n Screenshot gemacht, über den Screenshot wird gereasen, dann wird mittels Python ermittelt, wo der Mauszeiger hinbewegt werden muss, dann wird der Mauszeiger hinbewegt, dann wird da ’ne Klickaktion ausgeführt, dann wird ’n neuer Screenshot gemacht, dann wird, was seh ich jetzt, ja, es ist schon noch sehr hemdsärmelig, sag ich jetzt mal, ja, also.
Fabian Moritz: Ich weiß noch, der Byte hat mal ’ne Demo gemacht und da war der der Computer Use Agent immer damit beschäftigt, die diese ganzen Pop-ups irgendwie zu klicken und auf einmal war er irgendwo anders und. ist halt ja und das kostet verbrennt halt Token, nicht deswegen.
27:00 – Skills & Memory im Überblick
Daniel Rohregger: 2 Dinge, die mit die ich jetzt gesehen habe im neuen Copilot Studio, die davor nicht da waren, waren Skills und Memory. Kannst du vielleicht für alle, die jetzt mal jetzt total motiviert nach der Podcastfolge in Copilot Studio gehen, erklären, was es damit auf sich.
Fabian Moritz: Ja, ne, ne Memory ist einfach, wie wie die Funktionalität schon sagt, ne, eine Möglichkeit, dass wenn ich den Agent wieder aufrufe, dass der quasi weiß, was wir vorher gemacht haben. und Skills ist letztendlich ’ne wiederverwendbare Funktionalität. Ja, also das heißt, ich hab jetzt irgendeine Funktionalität, die brauch ich und zwar lieber Agent schreibe so wie wie wir, ja oder wie ich. So und jetzt hab ich ja nicht nur einen Agent, sondern ich hab 5. Ja, einer für LinkedIn, einer für was auch immer, für meine E-Mails und diese Skill kann ich halt fünffach nutzen. Ja, und das ist so die Idee dahinter.
Daniel Rohregger: Und diese Skills, bleiben die dann in dem Agent.
Fabian Moritz: Ja, der ist ja doch. Ja, also das ist so das, was natürlich fehlt, nicht weil, wenn man, weil das ist alles userbasiert, nicht also das ist noch nicht so plattformbasiert, dass ich aber so grundsätzlich, das fehlt mir ja bei Cowork auch noch, dass ich sagen kann, ich hab jetzt hier mein meine Library und genau das fehlt. Also derzeit ist alles beim User und deswegen alles userbasierte Geschichten sind angekommen, vermutlich auch noch.
Daniel Rohregger: Was sagen die Kunden dazu, mit denen du sprichst, wenn die das benutzen, sagen die cool, sagen die, boah, keine Ahnung, fehlt irgendwie noch was oder sind die happy?
Fabian Moritz: Ach, die sind noch nicht so weit. Also das Ding gibt es ja erst seit 2, oh nee, warte mal, seit 3, 4 Wochen.
Daniel Rohregger: Wenn wir die Podcastfolge ausspielen, dann ist es schon 6 Wochen alt.
Fabian Moritz: Da musst du ja schon wissen, was da passiert. Nee, das kann ich nicht sagen. Also ja, also kann ich noch nicht beantworten.
Daniel Rohregger: Ach so, ist gut, aber ist ja auch, ist ja auch spannend zu sehen. Also ja, genau, also einer meiner größten Kunden hat es eben auch direkt auf die Leute losgelassen und in meinem Moment war ich so, um Gottes willen, ja, will der das wirklich? Ja, weil es eben auch noch für mich sehr früh in den Kinderschuhen steckt. Aber ich finde es auf jeden Fall sehr, sehr motivierend, was du, was du da so dazu sagst. Thema Modelle, was haben wir da aktuell dann drin?
Fabian Moritz: Du kannst die Modelle nutzen, die in der Infrastruktur freigegeben sollen. Das ist eigentlich wie beim alten Copilot Studio. Ja, also von von also die Claude Modelle, die OpenAI Modelle kannst du nutzen und auch die Experimente Modelle wie Mistral und so weiter, aber ich glaube, das greift noch nicht durch derzeit. Also, kriegst du in Copilot Studio, wenn ich Mistral und so weiter aktiviere, DeepSeek ist mittlerweile auch drin, das geht, aber der neue Designer bietet die einfach nicht an.
30:16 – Fazit & Empfehlung
Daniel Rohregger: So, der neue Workflow Designer oder der, der, der neue Agent Designer, mhm, OK, ja, das wird auf jeden Fall schwierig mit den, mit den ganzen Begrifflichkeiten, ja, ja, das, ja, wenn die Leute jetzt Lust haben, vielleicht noch mal von von dir zusammengefasst, was sollte man jetzt machen, was ist neu, was ist noch mal so die die Quintessenz aus diesem ganzen Thema, wo geht es auch hin, Zukunftsausblick?
Fabian Moritz: OK, also was ist neu, neu ist das Copilot Studio an sich und das hat ’ne neue UI und ich habe in beiden Varianten die Möglichkeit, Classic Workflows zu machen, da lande ich bei Agent Flows oder halt Workflows, das Gleiche auch mit Agents und da bei den Agents gibt es halt noch mal andere Mechanik, wie ich hin und her springen kann und was ich machen sollte, ich sollte einmal auf den Knopf drücken, zeig mal bitte in meiner Developerumgebung, um mich da ganz vertraut zu mit zu machen, was es bedeutet. Viele werden merken, es ist super easy und ich komm super schnell rein und das wird stellt mich nicht vor Herausforderungen und erzeugt eher so ’n Aha-Moment.
Fabian Moritz: So war es zumindest bei allen Leuten, die ich kenne, die sich damit beschäftigt haben. Und ja, das würde ich empfehlen, einfach loslegen.
Daniel Rohregger: Sehr gut, ausprobieren, loslegen und und starten. Und glaubst du, das ist jetzt wir haben vorhin schon mal ein Wort benutzt, Übergangstechnologie. Glaubst du, das bleibt jetzt oder ja.
Fabian Moritz: Das bleibt, das ist AI born und es wüsste nicht, was dagegen spricht, dass es wieder geht.
Daniel Rohregger: Das heißt, fuchst euch jetzt rein und seid motiviert und wenn ihr Fragen habt, Meldet euch beim Fabian. Du hast auch deinen eigenen Podcast.
Fabian Moritz: “Copilot Inside” mit Bülent und mir und kommt alle zwei Wochen. Und da tauschen wir. Da hört ihr nur so was, nur so was, nur so was. Wir haben jetzt schon mehrere Folgen über diesen neuen Designer. ausgelassen in alle möglichen Richtungen, die du dir vorstellen kannst.
Daniel Rohregger: Das heißt, wenn ihr mehr wissen wollt, dann hört da gern rein. Ich verlink es unten in der Folgenbeschreibung, ansonsten schaut gern bei Fabian auf LinkedIn vorbei. Ich freu mich riesig, dass du da warst. Wenn ihr Lust habt, Fragen, Kommentare habt, habt ihr den Agent Designer schon ausprobiert, den neuen? Habt ihr schon in dem neuen Workflow Designer was ausprobiert? Dann kommentiert gerne unter dem Post von dieser Folge oder auf YouTube respektive Spotify, je nachdem auf welcher Plattform ihr unterwegs seid oder auf jeder anderen Plattform. Lasst auch gerne ein Like da oder 5 Sterne. Ich sag Fabian, vielen, vielen Dank, dass du wieder mit dabei warst, dass du hier mit den Antwort gestanden hast, dass wir auch bei dir noch das ein oder andere rauskitzeln konnten, was du weißt.
Daniel Rohregger: Ja, danke schön, das freut mich und ja, ihr schreibt gerne dem Fabian bei Fragen, ja, euer Helpdesk Nummer 1 und ich sag vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal bei 365 Checkpoint. Vielen Dank bis zum nächsten Mal. Bis dahin, auf Wiederhören.
Orientierung
Kapitelmarken
- Einführung & Vorstellung
- Was ist neu im Copilot Studio?
- Topics, Agent Flows & erste Einordnung
- Neuer Agent & Workflow Designer erklärt
- ALM, Environments & Enterprise-Herausforderungen
- Orchestrator & Verbesserungen der AI-Logik
- Agent Builder vs. Copilot Studio
- Agent Flows vs. neue Workflows
- Praxisbeispiele für Workflows
- Lizenzierung & offene Fragen
- Skills & Memory im Überblick
- Fazit & Empfehlung
Zum Thema
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Begriffe aus der Folge
- Copilot Studio Copilot Studio ist Microsofts Low-Code-Werkzeug, mit dem Organisationen eigene Agents, Wissensquellen, Themen und Aktionen zusammenstellen. Es richtet sich an Teams, die einen Helfer für einen konkreten Prozess bauen und kontrolliert veröffentlichen wollen.
- Agent Flows Agent Flows sind festgelegte Power-Automate-Flows in Copilot Studio, die ein Agent aufruft und die ihm danach den Status zurückgeben. Der Agent entscheidet, wann er den Flow braucht; der Flow selbst folgt jedes Mal derselben, von dir geplanten Reihenfolge.
- Agent Builder Agent Builder ist die einfache Oberfläche in Microsoft 365 Copilot, mit der du einen eigenen Agenten per Beschreibung und Einstellungen anlegst. Du legst fest, wofür er da ist, welche Anweisungen gelten und welche freigegebenen Quellen er nutzen darf.
- Researcher (Agent) Researcher ist ein in Microsoft 365 Copilot eingebauter Agent für komplexe, mehrstufige Recherchen. Er kombiniert Unternehmensinhalte wie Dateien, E-Mails und Chats mit dem Web zu einem strukturierten, quellenbelegten Bericht und braucht dafür bewusst mehr Zeit als der Standard-Chat.
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