Von Daniel Rohregger, Microsoft MVP Veröffentlicht Aktualisiert am
Preise auf einen Blick
| Was | Preis | Einheit | Quelle |
|---|---|---|---|
| Microsoft-365-Copilot-Lizenz | 30 US-Dollar | pro Person und Monat, in Microsofts Modellrechnung | Microsoft Tech Community: Evolution of the Copilot pricing model |
| Ein Copilot Credit | 0,01 US-Dollar | im Pay-as-you-go; 100 Credits sind 1 US-Dollar | Microsoft Copilot Credits Guide |
| Fünf lange Cowork-Aufgaben | rund 39 bis 43 US-Dollar | in Credits, zusätzlich zur Lizenz; je nach Modell (Opus 5 oder GPT-5.6 Sol, hoher Denkaufwand) | Microsoft Tech Community: Evolution of the Copilot pricing model |
| Auto und Modellwahl in Chat und Office-Apps | kein Aufpreis | in der Lizenz enthalten; Nutzungsgrenzen sind angekündigt | Microsoft Learn: Understanding the user subscription license (USL) and usage-based billing (UBB) |
| Neue Copilot-Business-Lizenz über einen Partner | Pay-as-you-go voreingestellt | mit Monatslimit, bei Käufen ab dem 2. November 2026 | Microsoft Partner Center: September 2026 announcements |
Die Copilot-Lizenz bleibt der Festpreis für die tägliche Arbeit: Copilot im Chat, in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams, dazu die Modellauswahl. Cowork, Code, Autopilot und die Frontier-Modelle Fable und Astra rechnet Microsoft über Copilot Credits ab. In Enterprise-Tenants fallen Credits erst an, wenn ein Admin sie freigibt.
Für die tägliche Arbeit bleibt das Wichtigste gleich: Auto und die Modellwahl gehören zur Lizenz. Microsoft kündigt Nutzungsgrenzen an, die die große Mehrheit nie erreichen soll. Wer doch an eine kommt, wird nicht gestoppt. Er bekommt eine Warnung und arbeitet ohne Aufpreis mit Auto weiter, oder mit Credits, wenn der Admin sie freigegeben hat.
Das steht in vier Beiträgen, die Microsoft am 25. September 2026 veröffentlicht hat. Ich habe sie mit der Dokumentation auf Microsoft Learn abgeglichen und beantworte unten die vier Fragen, die sich beim Lesen zuerst stellen. Die Quellen stehen am Ende.
Was hat Microsoft am 25. September 2026 angekündigt?
Die Copilot-App bekommt drei neue Bereiche:
- Home ist die neue Startseite. Dort liegen Chat und Cowork zusammen. Chat ist für schnelle Fragen und Entwürfe gedacht, Cowork für Aufgaben, die du abgibst und die bis zum fertigen Ergebnis laufen. Word, Excel und PowerPoint sind direkt eingebaut („Office in Copilot“) und bearbeiten echte Dateien. Später soll Copilot selbst entscheiden, ob eine Anfrage an Chat, Cowork oder Code geht.
- Code baut aus einer Beschreibung kleine Anwendungen: Desktop-Widgets, Dashboards und interne Apps in der Cloud, die du mit deinem Team teilst. Code nutzt dieselbe Technik wie GitHub Copilot und läuft abgeschottet in einer Sandbox.
- Autopilot (früher Scout) arbeitet in der Cloud weiter, auch wenn du nicht da bist. Er hat Namen, Rolle und Ziel, eine eigene Identität, ein eigenes Gedächtnis und einen eigenen Arbeitsbereich im Tenant. Du sprichst ihn in Teams und Outlook per @-Erwähnung an.
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Die neue Copilot-App mit drei Bereichen: Home, Code und Autopilot.
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Im Bereich Code wählst du das Modell selbst, hier GPT-6 Astra. Code rechnet Microsoft über Credits ab.
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Vorschläge für den Einstieg: ein Werkzeug fürs Team, eine Website, ein Werkzeug am Laufen halten.
Die Apps aus Cowork, Code und Copilot Studio laufen auf Copilot Managed Runtime. Microsoft betreibt diese Umgebung innerhalb deines Microsoft-365-Tenants, die IT verwaltet sie. Entwicklerteams und Werkzeuge anderer Anbieter können über ein SDK und eine Kommandozeile ebenfalls dorthin ausliefern.
| Neuerung | Stand laut Microsoft |
|---|---|
| Home mit Chat und Cowork | Frontier-Programm, in den kommenden Wochen |
| Code | Frontier ab Ende September 2026, danach breit verfügbar; Vorschau für Microsoft 365 Premium und Pro später im Jahr 2026 |
| Autopilot | Private Preview ab Ende September 2026 |
| Copilot Managed Runtime | Public Preview |
| „Today“ in Home | Private Preview im Oktober 2026 |
| @Copilot in Teams mit dem Kontext von Kanal, Chat oder Besprechung | Private Preview bis Ende September 2026 |
| Kostenverwaltung für Copilot-Studio-Agenten | ab Oktober 2026 |
Was deckt die Lizenz ab, wofür braucht es Copilot Credits?
Die Copilot-Lizenz ist der feste Preis pro Person und Monat für die tägliche Arbeit: schnelle Antworten, erste Entwürfe, Zusammenfassungen und Analysen. Microsoft nennt sie „User Subscription License“ (USL) und diese Arbeit „Everyday AI“. Am Umfang der Lizenz ändert sich laut Microsoft nichts. In der Microsoft-Dokumentation heißt Microsoft 365 Copilot inzwischen Microsoft Copilot.
Copilot Credits sind die gemeinsame Währung, in der Microsoft nach Verbrauch abrechnet („Usage-based Billing“, UBB). Darüber laufen Aufgaben, die du abgibst, Agenten, die stundenlang laufen, und Abläufe ohne Aufsicht; Microsoft fasst das als „Advanced AI“ zusammen. In Copilot gibt es Credits nur zusätzlich zur Lizenz, nicht an ihrer Stelle. Die Ausnahme sind Personen, die eine in Cowork gebaute App nur nutzen (siehe unten).
Microsoft vergleicht das mit einem Plug-in-Hybrid. Die Lizenz ist die Batterie und deckt zum Festpreis den größten Teil der Strecke. Die Credits sind der Tank für längere Strecken.
| Lizenz (USL) | Credits (UBB) | |
|---|---|---|
| Abrechnung | fester Preis pro Person und Monat | nach Verbrauch, in Copilot Credits |
| Umfang | Copilot im Chat, in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams | Cowork, Code, Autopilot, neue erweiterte Funktionen etwa in SharePoint |
| Modelle | Auto; wählbar GPT-5.6 und Sonnet 5, neue Modelle wie Opus 5 mit Nutzungsgrenzen | freie Modellwahl, auch Frontier-Modelle wie Fable und Astra |
| Zugang | mit der Lizenz | nur über eine Spending Policy des Admins |
| Am Limit | Warnung, dann Auto ohne Aufpreis oder Credits (mit Spending Policy) | Budget und Obergrenzen aus der Spending Policy |
Eine Ausnahme gibt es beim Zugang. Neue Lizenzen für Microsoft 365 Copilot Business, die ab dem 2. November 2026 über einen Partner (CSP) gekauft werden, haben laut Partner Center die nutzungsbasierte Abrechnung schon eingeschaltet. Voreingestellt ist Pay-as-you-go mit einem Monatslimit.
Beide Arten der Abrechnung nutzen Modelle mehrerer Anbieter, derzeit von OpenAI und Anthropic. Weitere Anbieter und Open-Weight-Modelle sollen folgen. Microsoft kündigt außerdem an, dass manche Funktionen zuerst über Credits laufen und später in die Lizenz wechseln, sobald die Kosten es zulassen, anfangs teils mit Nutzungsgrenze.
Was kosten Lizenz und Copilot Credits?
In Microsofts eigener Modellrechnung steht die Lizenz mit 30 US-Dollar. Ein Copilot Credit kostet laut Microsofts Copilot Credits Guide im Pay-as-you-go 0,01 US-Dollar, 100 Credits also einen US-Dollar. Für fünf lange Cowork-Aufgaben kommen je nach Modell rund 39 bis 43 US-Dollar in Copilot Credits dazu, gerechnet mit Opus 5 oder GPT-5.6 Sol bei hohem Denkaufwand. Preise pro Aufgabe nennt Microsoft nicht. Microsoft rechnet mit Listenpreisen ohne Rabatte und weist darauf hin, dass die Kosten im Betrieb abweichen. In derselben Grafik rechnet Microsoft auch Claude und ChatGPT durch; das ist Microsofts eigene Darstellung.
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Alltagsarbeit: 15 Aufgaben, abgedeckt von der Lizenz für 30 US-Dollar.
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Fünf lange Cowork-Aufgaben mit Opus 5: 43 US-Dollar in Credits zusätzlich zur Lizenz.
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Dieselben Aufgaben mit GPT-5.6 Sol: 39 US-Dollar in Credits.
Was kostet Copilot Cowork?
Copilot Cowork rechnet Microsoft nach Verbrauch in Copilot Credits ab, zusätzlich zur Lizenz: Jede Aufgabe verbraucht Credits, und ein Credit kostet im Pay-as-you-go 0,01 US-Dollar. In Microsofts Modellrechnung kommen für fünf lange Cowork-Aufgaben je nach Modell rund 39 bis 43 US-Dollar in Credits dazu; einen Preis pro Aufgabe nennt Microsoft nicht. In Enterprise-Tenants fallen Credits erst an, wenn ein Admin sie über eine Spending Policy freigibt. Während eine Aufgabe läuft, zeigt der Befehl /cost in Cowork die ungefähren Credits.
Kann ich den Modellwähler in Copilot weiter nutzen?
Ja. Die Modellauswahl gehört zur Lizenz. Microsoft unterscheidet drei Stufen:
- Mit Fair Use enthalten, etwa GPT-5.6 und Sonnet 5.
- Mit Nutzungsgrenzen enthalten, etwa Opus 5.
- Nur über Credits, etwa die Frontier-Modelle Fable und Astra.
Voreingestellt bleibt Auto. Auto wählt für jede Anfrage Modell und Denkaufwand nach Genauigkeit, Tempo und Kosten. Microsoft begründet das mit Sättigung: Für viele Aufgaben bringt ein stärkeres Modell kein besseres Ergebnis, zum Beispiel wenn aus einem Besprechungstranskript Stichpunkte werden.
Die Nutzungsgrenzen führt Microsoft laut Microsoft Learn erst noch ein („coming soon“). Sie sollen so liegen, dass die große Mehrheit sie nie erreicht. Für alle anderen schreibt Microsoft:
„For the heaviest users, hitting a limit is not hitting a wall.“ – Nicole Herskowitz, Microsoft
So läuft es, wenn jemand ein Modell mit Nutzungsgrenze wie Opus 5 viel nutzt:
- Kurz vor der Grenze zeigt Copilot einen Hinweis.
- An der Grenze stoppt nichts. Du wählst: weiter mit Auto, ohne Aufpreis, oder weiter mit dem gewählten Modell über Credits.
- Credits laufen nur, wenn euer Admin dafür eine Spending Policy angelegt hat. Der Wechsel auf Credits ist deine Wahl, kein Automatismus.
GPT-5.6 und Sonnet 5 gehören nicht in diese Gruppe: Microsoft führt sie als „mit Fair Use enthalten“. Wie hoch die Grenzen liegen und für welchen Zeitraum sie gelten, etwa pro Monat, hat Microsoft noch nicht veröffentlicht.
Im Modellwähler von Cowork heißen die Frontier-Modelle laut Microsoft Learn GPT 6 Astra (OpenAI) und Claude Fable 5.1 (Anthropic). Astra hat Microsoft am 4. September 2026 nur für Cowork und Copilot Studio angekündigt, also für Bereiche, die in Credits abrechnen.
Seit dem 22. September 2026 kommen GPT-6 Sol und Claude Opus 5.5 dazu, und zwar auch in Word, Excel, PowerPoint und Chat. Einer Stufe hat Microsoft die beiden noch nicht zugeordnet; die Beiträge vom 25. September nennen noch GPT-5.6, Sonnet 5 und Opus 5. Ich ordne beide wie Opus 5 bei den Modellen mit Nutzungsgrenzen ein. Dafür gibt es zwei Gründe. Keines der beiden steht auf Microsofts Liste der Credit-Modelle. Und für die Modellwahl im Chat und in den Office-Apps gibt es derzeit keinen Credit-Zähler: Die Kostenverwaltung erfasst Cowork, in Cowork gebaute Apps, die Work-IQ-API und neu Code und Managed Runtime. Solange die Nutzungsgrenzen nicht gelten, kostet Sol im Chat und in Excel also nichts extra.
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Auto: Copilot legt selbst fest, wie lange nachgedacht wird. Das ist die Voreinstellung.
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Zwei Modi ohne feste Modellwahl: schnelle Antwort oder tiefere Analyse.
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Fest gewählt: GPT 6.0 Sol von OpenAI. Im Chat fallen dafür derzeit keine Credits an.
In Cowork dagegen kostet jede Aufgabe Credits, egal mit welchem Modell. In einem veröffentlichten Praxistest brauchte eine große Cowork-Aufgabe (Präsentation, Kurzfassung und Excel-Matrix bei hohem Denkaufwand) mit GPT-6 Sol 699 Credits, rund 7 US-Dollar. Mit Opus 5.5 waren es 1.025 Credits, rund 10 US-Dollar.
Admins sollen außerdem je Gruppe festlegen können, welche Modellfamilien erlaubt sind. Das kommt zuerst für Cowork und bestimmt dort auch, aus welchen Modellen Auto wählt.
Kann ich mein bestehendes Cowork-Budget weiter nutzen?
Ja, und ohne Änderung gilt es auch für die neuen Dienste. Die Budgets für Cowork stehen in Spending Policies in der Kostenverwaltung des Microsoft-365-Admin-Centers, die Microsoft Agent 365 zuordnet. Diese Kostenverwaltung baut Microsoft aus: Seit dem 25. September 2026 erfasst sie auch Code und Copilot Managed Runtime, ab Oktober 2026 die Agenten aus Copilot Studio.
Wichtig ist dabei die Einstellung Auto-apply new services. Sie ist in jeder Spending Policy standardmäßig eingeschaltet und nimmt neu unterstützte Dienste und Agenten automatisch in die Policy auf. Eine Spending Policy ist laut Microsoft zugleich Budget und Zugangsregel. Neue Dienste landen damit im selben Budget und stehen denselben Personen offen. Wer das nicht will, schaltet die Einstellung je Policy aus und nimmt neue Dienste von Hand auf.
Vorausbezahlte Credits bleiben nutzbar. Eine Policy verbraucht zuerst Capacity Packs, dann Credits aus einem Pre-Purchase-Plan und danach Pay-as-you-go über die verknüpfte Azure-Subscription. Capacity Packs teilt ihr euch mit Copilot Studio. Was im Power Platform Admin Center einer Umgebung zugewiesen ist, fehlt Cowork. Wie sich Pay-as-you-go und Pre-Purchase-Plan unterscheiden, steht im Vergleich Copilot Chat, Cowork oder Autopilot.
Bei Apps rechnet Microsoft Bau und Betrieb getrennt ab. Das Bauen einer App in Cowork läuft über die Cowork-Policy der Person, die baut. Wer eine App nur nutzt, braucht eine eigene Abdeckung für den Betrieb: eine Spending Policy für Apps oder eine Power-Apps-Premium-Lizenz. Für eine in Cowork gebaute App braucht er laut Microsoft keine Copilot-Lizenz.
Neu in der Kostenverwaltung:
- Modellfamilien je Gruppe freigeben, zuerst in Cowork.
- Nutzen sichtbar machen: Das Verbrauchs-Dashboard in Insights zeigt, welche Cowork-Aufgaben Credits verbrauchen und was dabei herauskam.
- Verbrauch für alle: Jede Person sieht verbrauchte und verbleibende Credits und den Verlauf direkt in Copilot.
- Credit-Anfragen umleiten: Anfragen nach mehr Credits gehen über eine eigene URL in euren bestehenden Freigabeprozess.
- Policies per Microsoft Graph API verwalten, etwa aus eigenen FinOps-Werkzeugen.
Die Modellwahl sitzt dabei direkt in der Spending Policy. Beim Anlegen gibt es einen eigenen Schritt „Model choice“, und nur die dort ausgewählten Modelle verbrauchen unter dieser Policy Credits.
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Neuer Schritt beim Anlegen einer Spending Policy: Model choice.
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Nur die hier ausgewählten Modelle verbrauchen unter dieser Policy Credits.
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Freigabe je Modellfamilie und je Modell, hier für Anthropic und OpenAI.
Autopilot rechnet Microsoft ebenfalls nach Verbrauch ab. In der Kostenverwaltung taucht er noch nicht auf, er startet erst als Private Preview.
Was passiert mit dem Modellwähler in PowerPoint und Excel?
Er bleibt in der Lizenz. Copilot in Word, Excel und PowerPoint gehört laut Microsoft zur Lizenz, die Modellauswahl ebenfalls. In der eigenen Kostenrechnung setzt Microsoft für die Apps Auto an. In den Apps gilt damit dasselbe wie im Chat: Auto als Standard, freie Wahl zwischen den enthaltenen Modellen, Nutzungsgrenzen mit Warnung.
Im Modellwähler der Apps stehen Modelle von OpenAI und Anthropic zur Wahl, in Word zum Beispiel seit August 2026. Seit dem 22. September kommen GPT-6 Sol und Claude Opus 5.5 in Word, Excel und PowerPoint dazu. Nach meiner Einordnung oben laufen sie dort über die Lizenz. Ob Fable und Astra auch in den Apps auftauchen, sagt keiner der Beiträge. Abgerechnet würden sie über Credits. Wie du das Modell in PowerPoint selbst wählst, zeigt Copilot in PowerPoint: 5 Tricks für bessere, markengerechte Folien.
Welche Abrechnung greift, entscheidet die Arbeitsweise. Wer in PowerPoint Folien überarbeitet oder sich in Excel ein Diagramm vorschlagen lässt, bleibt in der Lizenz. Wer einen ganzen Auftrag an Cowork abgibt, zahlt mit Credits. Microsoft nennt als Beispiele ein Launch-Paket oder die Unterlagen für einen Finanzabschluss.
Microsoft kündigt an, dass Copilot bald selbst entscheidet, ob eine Anfrage an Chat oder Cowork geht. Dann erkennt man die Abrechnung nicht mehr an der Wahl des Modus. Wie Copilot dann anzeigt, dass Credits anfallen, beschreiben die Beiträge nicht. In Enterprise-Tenants bleiben die nutzungsbasierten Dienste aber aus, bis ein Admin eine Spending Policy anlegt.
Kann ich Apps aus Code nach außen veröffentlichen?
Anonym im Internet nicht. Microsoft beschreibt Copilot Managed Runtime als Umgebung für interne Fachanwendungen. Jede App verlangt eine Anmeldung über Microsoft Entra und erscheint im neuen Bereich „Apps“ im Microsoft-365-Admin-Center. Dort kann die IT Apps sperren, löschen und überwachen.
Innerhalb der Organisation teilst du eine App mit einzelnen Personen, mit Gruppen oder über einen Link für „Personen in deiner Organisation“. Gäste und andere Externe können diesen Link nicht nutzen. Gäste mit Gastkonto in eurem Entra ID sind nur möglich, wenn die IT das Teilen mit Gästen in den Regeln der Umgebungsgruppe erlaubt. Jede Person, die die App nutzt, braucht außerdem die oben beschriebene Abdeckung für den Betrieb. In der Vorschau sperrt Microsoft Nutzende ohne Abdeckung nach einer Warnung, spätestens nach 20 Aktionen in der App oder nach fünf Minuten.
Den Code selbst könnt ihr mitnehmen. Er liegt in Git, auf Wunsch im eigenen GitHub-Repository, und Entwicklerinnen und Entwickler können ihn herunterladen und weiterbauen. Öffentliche GitHub-Repositories und außerhalb gebaute Pakete sind in Managed Runtime standardmäßig gesperrt. Wer eine App für Kunden oder die Öffentlichkeit betreiben will, braucht dafür nach meiner Einschätzung eine eigene Plattform. Anmeldung, Richtlinien und Inventar aus Managed Runtime fallen dann weg.
Meine Einschätzung
Aus bisheriger Erfahrung zeigt sich: Die neuesten Modelle waren in Copilot bisher ohne Nutzungsgrenzen nutzbar. In der Lizenz waren das zuletzt GPT-6 Sol und Opus 5.5 im Chat und in Excel, über Credits Astra in Cowork. Ich gehe fest davon aus, dass neue Modelle künftig mit Fair-Use-Grenzen in die Lizenz kommen, ohne dass dafür abgerechnet wird. Wer die Grenze erreicht, arbeitet ohne Aufpreis mit Auto weiter. Microsoft kündigt selbst an, dass Funktionen von den Credits in die Lizenz wechseln können. Die Lizenz nennt Microsoft das Fundament von Copilot und will sie im Alltag weiter ausbauen.
Für die meisten Nutzerinnen und Nutzer im Unternehmen bleiben die 30 US-Dollar für die Lizenz deshalb der größte Mehrwert. Credits lohnen sich dort, wo ihr ganze Aufgaben an Agenten abgebt. Ob eine einzelne Agent-Idee in Copilot Studio überhaupt trägt, bevor du dafür Credits ausgibst, kannst du kostenlos vorab prüfen.
Checkliste für Admins
- Auto-apply new services je Policy entscheiden. Eingeschaltet kommen neue Dienste ins selbe Budget und zu denselben Personen, ab Oktober 2026 auch Copilot-Studio-Agenten. Wie das mit der bisherigen Steuerung im Power Platform Admin Center zusammenpasst, steht in Copilot Studio Credits verstehen.
- Zugang über die Policies prüfen. Wer in einer Policy steht, die einen Dienst auswählt, darf ihn nutzen, auch bei sehr kleinem Limit. Wer keinen Zugang haben soll, gehört in keine solche Policy.
- Modellfamilien je Gruppe festlegen, sobald die Einstellung in eurem Tenant verfügbar ist. In Cowork bestimmt sie auch, aus welchen Modellen Auto wählt.
- Verhalten am Limit festlegen: Warnung, Anfrage oder gar kein Hinweis. Dazu, wohin eine Anfrage nach mehr Credits geht, etwa in euer IT-Portal.
- Kostenstellen sauber wählen. Policies lassen sich eigenen Azure-Subscriptions und Ressourcengruppen zuordnen. Die Zahlungsart einer Policy lässt sich später nicht mehr ändern, nur durch Löschen und Neuanlegen.
- Den Bereich „Apps“ im Admin Center öffnen. Die Standardregeln für Managed Runtime prüfen, vor allem das Teilen mit Gästen und die erlaubten Konnektoren, und die Abdeckung für die Personen planen, die Apps nutzen sollen.
- Copilot Business über einen Partner: Bei neuen Lizenzen ab dem 2. November 2026 ist Pay-as-you-go schon eingeschaltet. Das voreingestellte Monatslimit prüfen, bevor die ersten Cowork-Aufgaben laufen.
- Den Nutzerinnen und Nutzern Auto erklären. Auto kostet nichts extra. Wer ein Modell fest wählt, kann an eine Grenze kommen und bekommt dann zuerst eine Warnung, keine Rechnung. Dasselbe Modell kostet in Cowork Credits, im Chat nicht.
Offene Punkte
- Wie hoch die Nutzungsgrenzen der Lizenz liegen, für welchen Zeitraum sie gelten und ab wann.
- Ob Microsoft GPT-6 Sol und Claude Opus 5.5 ausdrücklich der Stufe mit Nutzungsgrenzen zuordnet.
- Was eine Aufgabe in Cowork, Code oder Autopilot kostet. Es gibt Microsofts Modellrechnung und in Cowork den Befehl
/cost, der die ungefähren Credits einer laufenden Aufgabe zeigt. Eine Preisliste pro Aufgabe gibt es nicht. - Wie Copilot anzeigt, dass eine automatisch weitergeleitete Anfrage Credits kostet.
- Wie Autopilot abgerechnet und in der Kostenverwaltung geführt wird.
Wenn ihr Spending Policies, Modellfreigaben und die neue App-Verwaltung für euren Tenant aufsetzen wollt, ist das eine Aufgabe für das Coaching für IT und Admins. Was ein Coaching kostet, steht unter Preise für Copilot-Coaching.
Quellen
- Microsoft: Introducing the new Copilot with Home, Code and Autopilot (Jared Spataro, 25.09.2026)
- Microsoft Copilot Blog: Build where you want, run with confidence: Now Microsoft hosts and manages the code created by Copilot (David Blyth, 25.09.2026)
- Microsoft Tech Community: Evolution of the Copilot pricing model (Nicole Herskowitz, 25.09.2026), New FinOps for AI capabilities (Ryan Jones, 25.09.2026), More Models, One Copilot (Xia Song, 22.09.2026), Available today: OpenAI GPT-6 Astra in Microsoft Copilot (Bas Brekelmans, 04.09.2026)
- Microsoft: Copilot Credits Guide (PDF, 16.06.2026)
- Microsoft Partner Center: September 2026 announcements
- Microsoft Learn: Understanding the user subscription license (USL) and usage-based billing (UBB), Understand usage-based billing and cost management for Copilot Credits, Managing AI experiences enabled by usage-based billing, Manage Copilot Cowork for your organization, Choose a model for Copilot Cowork, Microsoft 365 Copilot release notes, Application card: Microsoft Copilot (for organizations)
- Microsoft Learn, Copilot Managed Runtime: Overview for admins, FAQ, Default governance settings, Share an app, SDK overview
- Praxistest: M365CopilotConnection, GPT-6 Sol vs Opus 5.5 vs Grok 4.5: I Tested the New Models in Microsoft 365 Copilot (23.09.2026)
Stand: 25. September 2026. Grenzen, Preise und Verfügbarkeit ändern sich bei Microsoft erfahrungsgemäß schnell; Managed Runtime ist eine Vorschau.