Copilot Cowork kann je nach Konto etwa E-Mails vorbereiten, Termine planen, Dokumente erstellen und Informationen aus der Organisation suchen.
Wofür nutzt man Copilot Cowork?
Du bittest Cowork, aus einem Projektordner und den letzten Team-Nachrichten einen Statusbericht zu erstellen. Du siehst die Arbeitsschritte und bestätigst Aktionen wie das Senden einer Nachricht.
Wie funktioniert Copilot Cowork?
Ein typischer Ablauf besteht laut Dokumentation aus fünf Schritten:
- Aufgabe beschreiben: Du sagst, was du brauchst, und kannst Dateien in den Chat ziehen.
- Zusehen: Cowork zerlegt die Aufgabe in Schritte und arbeitet sie nacheinander ab. Jeden Schritt siehst du in der Sitzung.
- Eingreifen: Du kannst jederzeit unterbrechen, Kontext nachliefern oder die Sitzung pausieren.
- Freigeben: Vor einer wichtigen Aktion wie dem Senden einer E-Mail oder dem Planen eines Termins hält Cowork an und fragt nach deinem Okay.
- Ergebnis prüfen: Erstellte Dateien erscheinen in einem Seitenbereich, du kannst sie ansehen, herunterladen oder Änderungen anfordern.
Als Fähigkeiten nennt die Dokumentation unter anderem: E-Mails entwerfen und senden, Termine planen und den Kalender verwalten, Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien sowie PDFs erstellen, in Teams schreiben, Dateien in OneDrive und SharePoint verwalten, in der Organisation suchen, tiefer recherchieren und Tagesbriefings erstellen. Dazu kommen geplante Prompts und Aufgaben, die starten, wenn etwas passiert, zum Beispiel wenn eine E-Mail oder eine Teams-Nachricht eintrifft.
Cowork arbeitet mit Skills, die je einer Art von Aufgabe entsprechen (etwa Word, Excel, E-Mail, Terminplanung oder Recherche). Du kannst eigene Skills ergänzen, bis zu 50. Außerdem unterstützt Cowork Plugins aus dem Microsoft 365 App Store, die neue Skills und Verbindungen mitbringen. Admins können Plugins für die ganze Organisation bereitstellen. Um Inhalte für eine Aufgabe zu finden, nennt die Doku Work IQ als Quelle.
Du nutzt Cowork im Browser, in der Copilot-App für Windows und macOS und in der mobilen App für iPhone und Android.
Wann nimmst du was?
- Copilot Chat: für Fragen, Texte und Analysen im Dialog. Du übernimmst das Ergebnis selbst.
- Copilot Cowork: wenn mehrere Schritte in deinen Microsoft-365-Apps erledigt werden sollen und du dabei Freigaben erteilst.
- Copilot Autopilot (früher Copilot Scout): ein persönlicher, proaktiver Agent mit eigener Identität, eigenem Gedächtnis und eigenem Arbeitsbereich im Tenant, noch in der Preview.
- Eigene Agents aus dem Agent Builder oder Copilot Studio: wenn ein fester Prozess mit festen Quellen immer gleich laufen soll. Cowork ist ein fertiges Erlebnis, das du erweitern, aber nicht selbst bauen musst. Die Admin-Dokumentation bezeichnet es als agentisches System und grenzt es von einem Agent ab.
Worauf solltest du bei Copilot Cowork achten?
Verfügbarkeit und Funktionsumfang unterscheiden sich nach Konto und können sich ändern. Prüfe jeden Entwurf und bestätige keine externe Kommunikation, bevor Empfänger und Inhalt stimmen.
Cowork rechnet Microsoft nach Verbrauch in Copilot Credits ab; in Enterprise-Tenants nutzt es nur, wer in einer Spending Policy des Admins steht. Was Lizenz und Credits jeweils abdecken, steht im Artikel zum neuen Copilot-Preismodell.
- Zugang: Laut Admin-Dokumentation gewährt allein eine Spending Policy den Zugang, die Cowork auswählt. Wer in einer solchen Policy steht, kann Cowork nutzen, auch bei sehr niedrigem Limit. Der frühere Weg über den Cowork-Eintrag unter „Agents“ im Admin Center steuert den Zugang nicht mehr.
- Automatische Aufgaben: Geplante und ereignisgesteuerte Aufgaben laufen mit den Rechten der Person, die sie angelegt hat. Standardmäßig fragt Cowork vor dem Senden einer E-Mail, dem Posten einer Nachricht oder der Änderung an einem geteilten System nach. Du kannst Aktionen beim Anlegen vorab freigeben, überlege dir das gut. Die Aktivität landet im Audit-Log, und Limits sowie ein Schleifenschutz verhindern, dass sich eine Aufgabe selbst auslöst.
- Datenschutz: Während einer Aufgabe verarbeitet Cowork Dateien in einer temporären, isolierten Umgebung innerhalb der Microsoft-365-Dienstgrenze und entfernt sie danach. Microsoft Purview lässt sich zur Absicherung einsetzen.
- Status: Für Arbeits- und Schulkonten nennt die Dokumentation Cowork allgemein verfügbar, für persönliche Konten ist es eine Preview. Funktionen wie die App-Erstellung gehören zur Frontier-Vorschau.
- Freigaben nicht abnicken: Der Dialog zeigt eine Vorschau der geplanten Aktion und bei mittlerem und hohem Risiko eine Risikoanzeige. Mit „Immer erlauben“ überspringst du in der laufenden Unterhaltung künftige Nachfragen für ähnliche Aktionen. Je öfter du das tust, desto weniger bleibt von Human in the Loop.
Quellen
- Microsoft Learn: Copilot Cowork overview
- Microsoft Learn: Get started with Copilot Cowork
- Microsoft Learn: Manage Copilot Cowork for your organization